Leben und Arbeit/biography
Jürgen Gottschalk wurde 1951 in Dresden geboren. Zunächst absolvierte er eine Ausbildung zum Rinderzüchter, arbeitete dann als Bergmann und Hauer. Autodidaktisch erlernte er die Beherrschung graphischer Techniken. 1979 erhielt er die Lizenz zum Graphikdrucken in Dresden, seit dieser Zeit beschäftigt er sich auch mit Mail Art. Nachdem er 1983 Berufsverbot erhielt und einen Ausreiseantrag stellte, wurde er 1984 durch die Staatssicherheit verhaftet. 1985 erfolgte der Häftlingsfreikauf und der Neubeginn in Hannover. 1991 kehrte Jürgen Gottschalk nach Dresden zurück. Von 1996 bis 2008 leitete er die Siebdruck-Werkstatt des Kulturvereins riesa-efau. Er arbeitet in den Bereichen: Fotografie, Bücher, Graphik, Collage, Performance. Wichtigste Einzelausstellung Lebenslabyrinte, 1997.
Projekte/Projects:
- “Visuelle Erotic”
- “Wartekritzeleien”
- “The Unbearable Arrogance of Money”
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Jürgen Gottschalk was born in Dresden, Germany in 1951. He was schooled as cattle breeder, worked as miner and cutter. He learned some graphic techniques autodidactically. In 1979 he got a licence as graphic printer in Dresden. Since then he has engaged himself in Mail Art. After having been banned from his profession in 1983 and after applying for leaving the country he got arrested by the Staatssicherheit (Secret Police of the former GDR). In 1985 he was redeemed from prison and started all over in Hannover. In 1991 Gottschalk returned to Dresden. From 1996 to 2008 he was head of the serigraphy workshop of the cultural club riesa-efau. He worked with photography, books, graphics, collages, and performances. Most important solo exhibition: Lebenslabyrinte, 1997 (life labyrinths).
Ausgewählte Arbeiten/selected works
Literatur (Auswahl)/literature (selection)
- Hannusch, Heidrun: “Operativer Vorgang ‘Feind’ – Wie die Staatssicherheit die Dresdner Mail Art Gruppe ‘zersetzte’”, In: Winnes, Friedrich/Wohlrab, Lutz (Hg.): Mail Art Szene DDR 1975 – 1990, S. 109 – 114.
- Wohlrab, Lutz/Jesch, Birger: “‘Feinde gibt es überall…’, Stasi und Mail Art in Dresden”, In: Horch und Guck, Heft 19/1996, S. 58 – 64.
- Wohlrab, Lutz: “Das Dresdner Mail Art-Gespräch”, In: Horch und Guck, Heft 40/2002, S. 37 – 40.
- Gottschalk, Jürgen: Druckstellen, Dresden 2006.
- Wohlrab, Lutz: “Knast für eine Postkarte”, – Spiegel Online 2008.


[...] der 80er Jahre mit Mail Art. Im Stasi-OV “Feind” wurde er zusammen mit Birger Jesch, Jürgen Gottschalk, Martina und Steffen Giersch “bearbeitet”. Sein Mail Art-Schaffen wurde 2002 in der [...]
[...] Hochschule für Bildende Künste Dresden. Seit 1979 beschäftigt er sich Mail Art. Er arbeitete mit Jürgen Gottschalk zusammen. Von 1982 bis 86 besaß er eine Siebdruckwerkstatt in Cottbus. 1986 beantragte er die [...]
[...] sich gemeinsam mit seiner Frau Martina am Mail Art-Netzwerk. Zusammen mit den Dresdner Mailartisten Jürgen Gottschalk, Birger Jesch und Joachim Stange wurde er von der Staatssicherheit im OV “Feind” erfasst und [...]
[...] er ein engagierter Akteur im Mail Art-Netzwerk. Gemeinsam mit den anderen Dresdner Mailartisten Jürgen Gottschalk, Martina und Steffen Giersch, Joachim Stange wurde er von der Staatssicherheit im OV [...]