Klaus Staeck
14. Juni 2007 von mailartists index
Leben und Arbeit/biography
Klaus Staeck wurde 1938 in Pulsnitz bei Dresden geboren. Von 1939 bis 56 ist er in Bitterfeld aufgewachsen. Nach dem Abitur (1956) siedelt er nach Heidelberg über. Erste Postkarten, Plakate und Flugblätter entstanden bereits 1960 während seines Jurastudiums (bis 1962). Er gründete seinen Verlag “Tangente” 1965 (jetzt Edition Staeck). Seine Zulassung als Rechtsanwalt erhielt er 1969. Schlagartig bekannt wurde Klaus Staeck durch seine Plakataktion zum Dürerjahr der Stadt Nürnberg 1971. Für den SPD-Bundestagswahlkampf 1972 tellte eine Millionen Plakate auf eigene Kosten her. Klaus Staeck wurde zur documenta 6 (1977), 7 (1982) und 8 (1987) eingeladen. Ihn verband eine enge Freundschaft mit Joseph Beuys, dessen “Wirtschaftswerte” wiederum auf Paketsendungen ausgewählter DDR-Produkte von Rolf Staeck an seinen Bruder zurückgingen. Klaus Staeck ist immer politisch sehr aktiv gewesen. Er gründete z.B. die Bürgerinitiative “Aktion für mehr Demokratie” (1979). Seit 1986 ist er Gastprofessor an der Kunstakademie Düsseldorf. Seit 1990 ist er Mitglied der Akademie der Künste Berlin, zu deren Präsident er 2006 gewählt wurde. Er war Mitorganisator der 3. Bitterfelder Konferenz (1992) und ist außerdem seit 2004 Mitglied im Kultursenat des Landes Sachsen-Anhalt.
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Staeck was born in Pulsnitz, near Dresden, Germany, in 1938. From 1939 to 1956 he was raised in Bitterfeld. After doing his high school diploma in 1956 he went to Heidelberg. His first postcards, posters and flyer were already done in 1960 while studying law (until 1962). He founded the publishing house “Tangente” in 1965 (now “Edition Staeck”). His approbation as lawyer was given to him in 1969. He suddenly became famous through his posters for the Dürer-year of the city of Nuremberg in 1971. For the election campaign of the SPD in 1972 he did one million posters payed by himself. He was invited to documenta 6 (1977), 7 (1982) and 8 (1987). He was a close friend of Joseph Beuys, whose “economy values” were based on packages with products of the former GDR, which his brother Rolf Staeck sent. Klaus Staeck has always been politically active. He founded the citizens’ initiative “Aktion für mehr Demokratie” (action for more democracy) in 1979. Since 1986 he has been guest professor at Kunstakademie Düsseldorf. Since 1990 he has been member of the Academy of Arts in Berlin, whose president he became in 2006. He co-organized the third Bitterfeld conference (1992) and has furthermore been member of the senate for culture of the Free State of Saxony since 2004.
Ausgewählte Arbeiten/selected works
Literatur (Auswahl)/literature (selection)
- Staeck, Klaus: “Von John Heartfield zur Mail Art”, In: Winnes, Friedrich/Wohlrab, Lutz (Hg.): Mail Art Szene DDR 1975 – 1990, S. 89 - 90.
Links
[...] Betriebswirtschaft”. 1975 wurde er durch Robert Rehfeldt, der Kontakte zu seinem Bruder Klaus Staeck hatte, mit der Mail Art bekannt gemacht. Es entstanden erste Fotomontagen und Collagen. Rolf Staeck [...]
[...] gestattet. Mit seinen “Wirtschaftswerten”, ausgewählten DDR-Produkten, die ihm über Klaus Staeck durch dessen Bruder Rolf aus Bitterfeld erreichten, schuf er einen Werkkomplex, der seine [...]
[...] in der Edition Staeck, Umzug nach Heidelberg, richtet dort das Heidelberger Mail Art-Archiv von Klaus und Rolf Staeck und ihm selbst ein. Stirbt am 1. Mai 2005 an einem Schlaganfall. Beteiligt an [...]