Leben und Arbeit/biography
Albrecht/d. wurde am 21. April 1944 in Nordhausen geboren. Im nahegelegenen Ellrich ging er noch zur Schule, als seine Mutter 1955 die DDR verließ. 1958 folgte er ihr nach Stuttgart und erlebte dies als Exil.
1966 führte er erste Aktionen/Happenings in der Öffentlichkeit durch. Er lernte Wolf Vostell kennen. Bereits ein Jahr zuvor zerschnitt er seine abstrakten Kunstwerke in postkartengroße Stücke und versandte sie an Freunde. Seither beschäftigt er sich mit Correspondence Art/Mail Art.
1968 gründete er die Reflection Press und die flug/flux-Blattzeitung. Zwischen 1967 und 1972 organisierte er Fluxus-Konzerte und nahm auch an anderen Aufführungen teil. 1974 war er an der legendären Ausstellung ART INTO SOCIETY/SOCIETY INTO ART in London beteiligt, wo ein spontanes Konzert mit Joseph Beuys enstand.
Kompositionen und musikalische Darbietungen sind ein wesentlicher Bestandteil seines Werkes. Sein Künstlername spielt auf Albrecht Dürer an, dessen bekanntes Initial er sich schon in der 2. Klasse auf ein Lineal zeichnete. Zu seinem 33. Geburtstag (1977) zeigte die Staatsgalerie Stuttgart 111 seiner Postkarten. 1978 beauftragte ihn Radio Bremen mit einer Komposition. Albrecht/d. liebte Schnapszahlen und lebte weiterhin in Stuttgart. Am 12. Februar 2013 wurde er tot in seiner Wohnung aufgefunden.
Projekte/Projects:
- 1977 Bundeskartenschau zur Bundesgartenschau in Stuttgart (in Kooperation mit Angelika Schmidt und Jürgen Elsässer)
______________________________________________________________
Albrecht/d. was born in Nordhausen on April, 21, 1944. He was still in school in the nearby Ellrich, when his mother left the GDR in 1955. In 1958 he followed her to Stuttgart and saw this as an exile.
In 1966, he did his first public actions/happenings in. He met Wolf Vostell. Already a year before he cut his abstract art into postcard-sized pieces and sent them to friends. Since then, he is engaging himself in Correspondence/Mail Art.
In 1968, he founded Reflection Press and the flug/flux journal-newspaper. Between 1967 and 1972 he organized Fluxus concerts and took part in other performances as well. In 1974, he was part of the legendary exhibition ART INTO SOCIETY/SOCIETY INTO ART in London, where an impromptu concert with Joseph Beuys came about.
Compositions and musical performances are an essential part of his work. His stage name alludes to Albrecht Dürer, whose very well-known initial he scratched into a ruler already in the 2nd grade. For his 33rd birthday (1977) the Stuttgart State Gallery showed 111 of hist postcards. In 1978 he commissioned a composition Radio Bremen. Albrecht/d. loved unique numbers and had been living in Stuttgart until his death on February, 12, 2013.
Ausgewählte Arbeiten/selected works
![]() Die Sicherheit der Kernenergie bleibt eine Illusion (1984) |
![]() (1989) |
![]() (1990) |
Literatur (Auswahl)/literature (selection)
- Katalog zur Ausstellung “Albrecht/d. Gewalt als perpetuum mobile… und der Weg zur Erkenntnis der Leere!” im Städtischen Museum Schloß Salder, Salzgitter 2002.





Beisetzung
Albrecht/d.
21.4.1944 Nordhausen
12.2.2013 Stuttgart
Montag,13.05.2013 um 13.30 Uhr
auf dem Pragfriedhof in Stuttgart.
Wir haben Babette Dieterich – sie ist eine ausgebildete Sängerin,
Multitalent und Tochter von Freunden von Albrecht/d. –
gebeten die Transformationssutra zu rezidieren,
Joachim und Annikki Siener
An das Mail Art Netzwerk, an die Fluxusgemeinde
Unser Künstlerkollege albrecht/d. ist gestorben. Er wurde am 12.2.2013 Tod in seiner Wohnung in Stuttgart aufgefunden. Dieser Tag gilt als sein Todestag. Tausend Tränen auf unseren Künstlerkollegen albrecht/d.. Lebe wohl.
„Albrecht/d.
8. January 2011 by Mail Artists’ Index kopiert
Leben und Arbeit/biography
Albrecht/d. wurde 1944 in Nordhausen geboren. Im nahegelegenen Ellrich ging er noch zur Schule, als seine Mutter 1955 die DDR verließ. 1958 folgte er ihr nach Stuttgart und erlebte dies als Exil.
1966 führte er erste Aktionen/Happenings in der Öffentlichkeit durch. Er lernte Wolf Vostell kennen. Bereits ein Jahr zuvor zerschnitt er seine abstrakten Kunstwerke in postkartengroße Stücke und versandte sie an Freunde. Seither beschäftigt er sich mit Correspondence Art/Mail Art.
1968 gründete er die Reflection Press und die flug/flux-Blattzeitung. Zwischen 1967 und 1972 organisierte er Fluxus-Konzerte und nahm auch an anderen Aufführungen teil. 1974 war er an der legendären Ausstellung ART INTO SOCIETY/SOCIETY INTO ART in London beteiligt, wo ein spontanes Konzert mit Joseph Beuys enstand.
Kompositionen und musikalische Darbietungen sind ein wesentlicher Bestandteil seines Werkes. Sein Künstlername spielt auf Albrecht Dürer an, dessen bekanntes Initial er sich schon in der 2. Klasse auf ein Lineal zeichnete. Zu seinem 33. Geburtstag (1977) zeigte die Staatsgalerie Stuttgart 111 seiner Postkarten. 1978 beauftragte ihn Radio Bremen mit einer Komposition. Albrecht/d. liebt immer noch Schnapszahlen und lebt weiterhin in Stuttgart.
Projekte/Projects:
1977 Bundeskartenschau zur Bundesgartenschau in Stuttgart (in Kooperation mit Angelika Schmidt und Jürgen Elsässer) „
Von: “Rainer Wieczorek”
An: ……
Betreff: Albrecht/d.
Datum: Mon, 29 Apr 2013 15:12:55 +0200
Liebe Frau Annikki und Joachim Siener, die Email mette aarre ist die vom Ottmar Bergmann, seine Lebensgefährtin heißt Mette Aarre und ist Dänin. Ottmar weiß sicherlich einiges zu Berichten und könnte sicherlich den ein oder anderen Kontakt, reaktivieren. Die Telefonnummer aus Deutschland von Ottmar Bergmann lautet:
00………
Lieber Ottmar, unser Künstlerfreund Albrecht/d. ist gestorben. 21.4.1944-12.2.2013. Albrecht wurde am 12. Februar tot in seiner Wohnung aufgefunden. Jetzt im Mai soll eine Urnenbeisetzung in Stuttgart stattfinden. Benachrichtige Bitte diejenigen wo Du annehmen kannst, das sie Albrecht/d. kennen. Das Ehepaar Siener sind Freunde aus den 60er Jahren. Falls Du Anrufen möchtest trotz knappster Mittel 0711 87 25 88, hier mußt Du sicherlich noch die Ländervorwahl zutun.
Herzlich an alle WR
Lieber Herr Rainer Wieczorek,
in Eile zuerst eine ganz kurze Rückmeldung und vielen Dank für die Benachrichtung von H. Ottmar Bergmann. Den Termin für die Urnenbeisetzung von Albrecht/d. haben wir leider noch nicht ganz sicher. (Evtl. wird es der 13.5.13 sein?)
Mit freundlichem Gruß
Annikki und Joachim Siener
……
Liebe Freundinnen und Freunde von Albrecht d,
Raine Wieczorek hat mir die traurige Nachricht vom Tode von Albrecht/d. heute
ueberbracht. Wir sind eine “austerbende Rasse” und je aelter man wird, um so
mehr muss man den Verlust von Freunden und Lieben ertragen, bis es einen selbst
erwischt. Man wird so immer einsamer im Alter. Mette Aarre hat andere
Erlebnisse und Beziehungen zu Albrecht/d. als ich. Sie hat 1975 einen Call fuer
“Non Profit-Art” als Schriftfuehererin und Maedchen fuer Alles der Ubbeboda-
Group ausgeschrieben, der sehr erfolgreich war. Damals sehr beruehmte
Kuenstlerinnen und Kuenstler haben Mail Art geschickt. Darunter auch Albrecht/
d. Durch einen faschistischen Uebergriff – so ewas gibt es auch in Schweden –
wurde diese internationale Gruppe mitten in der Pampa von Schweden zerstoert.
Mette gewann zwar alle Prozesse und der Buergermeister von Osby musste gehen.
Aber es war kein Haus fuer die Gruppe mehr da (urspruenglich das Schulgebaeude,
das Harry Martinson, spaeterer Literaturnobelpreistraeger, als Kind zeitweise
besuchte). Das ist der Grund, dass Mette die Einsendungen dem damaligen
Galeristen Jean Sellem uebergab, der ein Fluxus-Archiv aufbaute. Arm waren
damals alle und so ist es verstaendlich aber nicht verzeihlich, dass er um
Lebenshaltungskosten zu erlangen, die Arbeiten der beruehmtesten Kuentler/Innen
verscheuerte und in alle Welt verstreute. Also: Ausser Erinnerungen nichts
geblieben. Deshalb korrespondierte ich vor ca. 3-4 Jahren mit Albrecht d, der
uns dann noch 2 mal hier anrief: er wollte, konnte aber nicht helfen.
Meine Beziehung zu ihm war anderer Art; ich sammelte seine Postkarten Anfang
der 70iger Jahre, als ich Rechtsanwalt war. Wir korrespondierten und wollten
uns in Stuttgart treffen. Da ich ein bisschen Geld und Moeglichkeiten zur
Nutzung einer Offset-Presse hatte, wollte ich etwas von ihm drucken lassen.
Das gelang nicht, weil er an der angegebenen Adresse unauffindbar war, vorher
wohl Hals ueber Kopf ausziehen musste und dabei sein Archiv irgendwie unter
ging. Als sog. Linksanwalt arbeitete ich zeitweise im Buero von Ra Dr. Klaus
Croissant und zu dieser Zeit versuchte ich Albrecht d ausfindig zu machen.
Welche Schwierigkeiten er hatte, weiss ich nicht, aber selbst Wendelin
Niedlich konnte mir nicht weiter helfen. Erst Rainer Wieczorek konnte den
Kontakt nach Jahrzehnten wieder herstellen. Er sagte mir am Telefon, dass er
sich wegen Stuttgart 21 politisch engagiere und das dass seine Zeit
beanspruche. Die Postkartendrucke von Albrecht/d. habe ich Rainer geschenkt. Es
waere schoen, wenn man etwas von ihm sammeln und veroeffentlichen koennte.
Ich gruesse Sie herzlich Ottmar Bergmann
30.4.2013, 12,42
Liebe Annikki Siener,
heute habe ich mit Mette Aarre nochmals ueber Albrech/d gesprochen. Es steht
wohl fest, dass er nicht nach Schweden zur Ubbeboda Group angereist kam, doch
er schickte eine groessere Menge seiner Arbeiten. Sie schaetzt ein, dass Jean
Sellem und auch seine geschiedene Frau seine Sachen nicht verkaufen konnten,
sie diese also noch besitzen. Tatsaechlich haben sie bei ihrer Scheidung so
getan, als seien die Arbeiten des Calls etc. Geschenke fuer sie selber gewesen.
Was unter den damaligen Umstaenden Unsinn war. Der Gedanke war, ein Archiv zu
bilden, das in niemandens Eigentum war. Denk bitte daran, dass das Hippiezeiten
waren und man grundsaetzlich anders dachte. Tatsaechlich haben die “ihr
Eigentum” bei der Scheidung geteilt. Im Internet (Google) findet Ihr etwas
ueber Jean Sellem und ueber die Ubbeboda-Group. In der dicken Doku ueber die
Ubbeboda Group will ich recherchieen, ob von Albrecht /d etwas abgebildet ist.
Im Telephongespraech mit Albrecht/d war es praktisch nicht moeglich, zu
erfahren, was er an eigenen Arbeiten, Drucken etc. noch besass, archiviert
hatte und was bei dem oder den Umzug/Zuegen verloren ging. Er sprach von einem
Keller, allerdings auch davon, dass bei seinem Umzug aus der Innenstadt –
also der Adresse, unter der ich ihn damals suchte – seine Sachen verloren
gegangen seien. Vielleicht findet man noch etwas und man kann mit Hilfe von
Rainer Wieczorek eine Ehrenausstellung machen oder in eine solche in eine andere
Mail Art-Ausstellung einbeziehen. Sollte ein Archiv da sein, koennte man dieses
Klaus Staeck von der Akademie der Kuenste in Berlin anbieten. Diesen Gedanken
sollte man nicht gleich aufgeben. es kommt natuerlich darauf an, was noch da
ist.
Schoen, dass Ihr Euch um unseren Kuenstlerfreund kuemmert. Ich gruesse Dich
herzlich Ottmar Bergmann
30.4.2013, 7,18
Lieber Rainer,
hast Du jetzt erst davon erfahren? Das ist ja sehr traurig.
Ich hatte seit längerem keinen Kontakt mit Albrecht d. war aber in den 70ern-80ern – reflexion-press- rege in Kontakt.
War er schon länger krank? oder …?
Beste Grüße
Klaus
Dr. Klaus Groh, …..
30.4.2013, 8,22
Hallo Rainer,
vielen Dank für diese Benachrichtigung, ich habe vor ein paar Wochen noch mit albrecht/d. gemeinsam gearbeitet, er klang in den letzten Telefonaten „down“ und erschöpft.
Mit dem baldigen Ableben rechnet man da aber nicht. Nun kannte ich auch nicht sein Krankheitsbild, ich bin ja eine ganze Generation später, über Erkrankung sprachen wir nicht.
Ich habe hier noch mehrere Arbeiten von ihm ,die vermutlich seine letzten Entstandenen Arbeiten sind, kurz vor dem Tod hat er auch noch eine Special Edition einer Doppel-LP für meine Frau, Inyrdisc/Kanada, gestaltet, jedes Exemplar nummeriert, signiert und als Unikat gearbeitet.
Er dürfte noch Exemplare stehen haben, die mit ihm gemeinsame entstandenen Werke albrecht/D. & Kommissar Hjuler werden jetzt in Berlin /Flensburg ausgestellt, BROTKATZE Collaborations IV, 4.-17. Mai 2013, Kunststueck Berlin und STATT!garten Flensburg.
Wenn diese Arbeiten für eine Ausstellung zu albrecht/d. von Interesse sein sollten, kann ich sie zur Verfügung stellen.
Ich nehme sie aus dem Verkauf, sie waren ursprünglich zum Verkauf gedacht, aber die verkaufe ich jetzt nicht mehr.
Die Ausstellung Brotkatze Collaboration IV beinhaltet auch schon Arbeiten mit Christine Tarantino (USA), die vor kurzem verstorben ist, die jetzt auch nicht mehr zum Verkauf stehen.
Das ist immer wieder heftig, zu hören, dass ein Künstler stirbt, irgendwann ist man selbst an der Reihe.
Vielen Dank für Deine Bemühungen,
Kommissar Hjuler, ……
2.Mai 2013
Liebe Frau Annikki und Joachim Siener, Lieber Ottmar, Lieber Klaus , Lieber Hjuler
Am 29.4.2013 erfuhr ich vom Tode des Albrecht/d.von den Eheleuten Annikki und Joachim Siener und habe sogleich einige Mail Art Kollegen angeschrieben die oft auch der Fluxusgemeinde angehören. Ich kannte Albrecht/d. nur über längere telefonisch geführte Gespräche. Ich hatte damals im Jahre 2009 den Mail Art – Call „Demokratie, aber Wie?“ ausgerufen und über irgendeine Dokumentation bin ich an die Adresse von Albrecht/d. in Stuttgart-Bad Cannstatt geraten. Er rief damals in der zweiten hälfte aus 2009 bei mir an und war überrascht das da mal wieder ein politischer Wind im Netzwerk blies. Er beteiligte sich an diesem Call mit zwei Arbeiten in der Technik Kopie/Schrift/Stempel im A4 Format und einer Collage in gleicher Größe. Es lag noch ein etwa A5 großes Kunstbuch bei.
Ihm gefielen meine Zeichnungen, die ja ein wesentlicher Bestandteil meines Mail Art – Ausdrucks sind. Er plante ein umfangreicheres Din A 5 Heft, einfarbig farbig zu drucken. Die Technik war mir unbekannt. Er wollte Texte liefern und ich sollte Zeichnungen dazu anfertigen.
Zum nächsten Call „Sklaverei und sklavische Tendenzen im Heute„ schickte er mir Schwarz/Weiß Kopien und Soldaten waren da die Sklaven.
Wir sprachen noch mal über das geplante Heft. Dann wollte ich erinnern und er hatte gar keine Zeit, weil da war die Weserburg gekommen und wollte aus seinem Oeuvre kaufen. Nur Albrecht/d. hatte vieles ungeordnet, Namen und Daten fehlten zu den Exponaten und Dokumenten. Da war plötzlich sehr viel Arbeit zu leisten. Er beschwerte sich bei der Gelegenheit über den Geiz der Weserburg und die magere Hilfe die ihm gegeben wurde bei der Aufarbeitung von allem Dokumentarischen was er da hatte.
Wir haben so etwa vier, fünf mal gut eine Stunde am Telefon geredet. Das letzte mal noch darüber das er mir Mail Art noch schicken wird zum Call „Widerständigkeit als Pflicht“ als eine Hommage auf Georg Büchner. Am Anfang diesen Jahres habe ich zweimal auf seinen Anrufbeantworter gesprochen und dann rief mich zunächst Herr Siener an, aber es blieb nur ein Rudiment von Telefonnummer auf dem Anrufbeantworter hängen. Wer könnte das sein?
Und dann am Montag dem 29. April 2013 war mir alles klar, das Albrecht/d. Verstorben war. Dies teilte mir Annikki Siener mit. Wir unterhielten uns ein wenig über Albrecht und verblieben das ich Kontakte herzustellen versuche und das tat ich sogleich nachdem Telefongespräch.
In der Zwischenzeit habe ich die Postkarten gefunden von denen Ottmar in seiner Email sprach.
Es sind 11 Karten, A5, „Reflection Press“ und eine die er mit H.H.R. Decker gestaltete. Dann ist da noch eine Karte A5 aus Hattingen von der „Edition S Press“ .
Die anderen Karten (Jeweils einmal in meinem Besitz) hat er Aufgelegt für:
G. J. De Rook, Dietrich Fricker, W. Feelisch, Wil Frenken, Horst Tress, Raoul Hausmann, Nina (8 jähriges Mädchen aus Berlin),
Heinz H. R. Decker, K. Friedman, Yoshio Nakajima und vier Karten, sowie ein 12 blättriges Heftchen von Ben Vautier.
Dann sind da noch drei Karten ohne Namen und die eine davon als Klappkarte.
Und noch vier Karten ohne Quellen Nachweis, vom Material her gesehen dazugehörig, Wahrscheinlich, auf zweien davon steht „Dialog“ werner f. Bonin.
Diese kleinen Bestände werde ich der noch zu Gründenden Stiftung „KUNSTdemokratie“ überlassen. Meine gesamte Mail Art – Sammlung/Archiv wird der „KUNSTdemokratie“ überlassen. Und einiges mehr.
Ich werde Deiner Beisetzung nicht beiwohnen können lieber Albrecht. Ich werde ein wenig Schweigen am Tag Deiner Beisetzung. In den Himmel schauen, hinter den Wolken mir das Universum vorstellen. Denn hier wird unser aller Staub eines Tages wirbeln und Neues ergeben. Physiker bezeichnen uns als Atome, denn die sollen niemals vergehen. Es bleibt ein Glauben, eine Hypothese, eine Annahme das es eine Ewigkeit gibt. Denn Ewig, das ist Ewig und die Menschheit lebt da ein Stück hinein. Welche Zeit darin, da habe ich Hoffnung auf relativ viel, doch ist der „Egoismus„ Einzelner Menschen zu Vernichtend das da ein langes Menschheitsleben in wirklicher Aussicht bestände.
Lieber Albrecht, eins, zwei, drei Gedenkrahmen werde ich, vielleicht wird es noch ein wir, Dir zu Ehren gestaltet. Somit wird die Hommage für Georg Büchner auch eine für Dich.
Herzliche Grüße an euch alle
Rainer Wieczorek
Ich denke das der Adressen und Email Austausch in Ordnung geht.
Es wäre noch zu Überlegen diese gesamte Korrespondenz der Weserburg zu schicken?
Unser Künstlerkollege albrecht/d. ist gestorben. 21.4.1944 – 12.2.2013.
Er wurde am 12. Februar Tod aufgefunden in seiner Wohnung in Stuttgart wo er zuletzt lebte.
Hallo Albrecht/d.
Aus der Denkfabrik zur Demokratieerweiterung
Meine Sonne lacht nicht mehr, diese zeigt Zähne und Wut.
Meine Sonne sagt dazu WIDER DER NUKLEOKRATIE!
Zum 1789 Billionsten hoch 1918 Milliardsten mal:
Nukleokraten, euch sollen die Ärsche in der Hölle verstrahlen!
Dem Rest der Welt will ich mit der schlappen deutschen Revolution nicht kommen und sags auf Stotterenglisch so:
For the 1789 time, FIGHT AGAINST NUCLEOCRACY
NO – NON – NJET – NEIN, nuclear power – nuclear bomb.
Unsere Nukleokraten werden alles daran setzen, ihre Atommeiler so lange es nur irgendwie geht, in Betrieb zu halten.
An jedem Tag wo in deutschem Land Atomstrom ins Netz gespeist wird, kann sich die Managerebene die Euros, eine Schubkarre voll ins Geheimnis schieben.
Von der Politik geduldet bis gefördert, zum Usus gemacht werden Verluste in diesem Land immer wieder Sozialisiert und Gewinne Privatisiert.
Ein Zyniker kann jetzt schwärmen:
„Endlich sichere Arbeitsplätze, Jahrtausende lang.“
Deutschland braucht einen Obersten Ankläger mit Machtbefugnis gegenüber
Gesellschaftsdieben und Gesetzesbrechern aus dem Imperativen Bereich. Eine Macht die dem Bundesverfassungsgericht vorgeschaltet ist und Diebstahl am Gesellschaftsvermögen Stopt.
Ein Stop bis zur Klärung, ein Stop bis zum Gesellschaftsentscheid.
„Politik als gesittete Macht indessen ist nicht nur bürgerlich, sondern menschlich möglich, ja menschlich nötig, und es bedarf dieser kräftigen Vermittlung der Sitten, wenn wir zwischen den schroffen, allzu schroffen Gegensätzen von Macht und Recht als Menschen wirklich leben wollen. … der Darwinsche Abkömmling vom Stamm der Affen, rückt dann an den Rand, wird zum bloßen Grenzfall, … als Verbrecher am Rand der gesellschaftlichen Rechtsordnung … und diese Möglichkeit liegt freilich nicht in grauer Vorzeit beschlossen, sondern droht stets in aller Geschichte, ist aber auch zu überwinden. Denn die Gesittung liegt nicht erst in einem Akt der Satzung, sondern in Natur und Bestimmung des Menschen begründet, und die Politik der Kollektive ist genau in dem Maße Politik – und das heißt gute Politik -, als sie diese menschliche Bestimmung innehält. Dies zu prüfen und dieses Maß herauszufinden, bleibt in hundert Konflikten und tausend Gefahren, welche sie unerschrocken zu erkennen hat, die Aufgabe der Politik als Wissenschaft.“
Dolf Sternberger, „Lebende Verfassung“ 1956, S.21
Wir wollen Frieden.
Rainer Wieczorek, Künstler-Soziologe-DADAsoph, am 21.11.2012 zu Buhlin
[...] design at the Technical College in Coburg. He has been doing Mail Art since 1976. Wolf Bottinelli, Albrecht/d. and Timm Ulrichs introduced him to the [...]