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	<title>Comments for Mail Artists Index</title>
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	<description>Biographies, works and links of representative Mail Artists. - Biografien, Arbeiten und Links zu typischen Mail Art Künstlern.</description>
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		<title>Comment on György Galántai by Patricia Tavenner &#124; Mail Artists Index</title>
		<link>http://mailartists.wordpress.com/2007/11/03/gyorgy-galantai/comment-page-1/#comment-3027</link>
		<dc:creator><![CDATA[Patricia Tavenner &#124; Mail Artists Index]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 May 2013 10:28:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[&#8230;] In addition to her role as publisher, she was also one of the early producers of artist postage stamps (artistamps), and was included in the first exhibition of the medium, James Warren Felter’s, &#8220;Artists&#8217; Stamps and Stamp Images&#8221;, held at Simon Fraser University, Burnaby, British Columbia, Canada, in 1976. She was one of fourteen contributors representing the United States in the exhibition. She continued her artistamp activity over the years, curating the &#8220;First California Artists Stamp Show&#8221; in 1995, and an exhibition on women artistamp producers for The Stamp Art Gallery in San Francisco in the 1990s. In 2007, Tavenner contributed to and attended the Budapest, Hungary, National Museum of Fine Arts exhibition, &#8220;ParaStamp: Four Decades of Artistamps from Fluxus to the Internet&#8221;, organized by the Artpool Research Center (György Galántai). [&#8230;]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] In addition to her role as publisher, she was also one of the early producers of artist postage stamps (artistamps), and was included in the first exhibition of the medium, James Warren Felter’s, &#8220;Artists&#8217; Stamps and Stamp Images&#8221;, held at Simon Fraser University, Burnaby, British Columbia, Canada, in 1976. She was one of fourteen contributors representing the United States in the exhibition. She continued her artistamp activity over the years, curating the &#8220;First California Artists Stamp Show&#8221; in 1995, and an exhibition on women artistamp producers for The Stamp Art Gallery in San Francisco in the 1990s. In 2007, Tavenner contributed to and attended the Budapest, Hungary, National Museum of Fine Arts exhibition, &#8220;ParaStamp: Four Decades of Artistamps from Fluxus to the Internet&#8221;, organized by the Artpool Research Center (György Galántai). [&#8230;]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Comment on Lutz Wohlrab by Elke Erb über Martin Bernhardt &#124; pomlit.de</title>
		<link>http://mailartists.wordpress.com/2007/04/26/lutz-wohlrab/comment-page-1/#comment-3020</link>
		<dc:creator><![CDATA[Elke Erb über Martin Bernhardt &#124; pomlit.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 May 2013 21:24:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[&#8230;] Bernhardt wurde am 22. Januar 1961 in Greifswald geboren und studierte dort gemeinsam mit Lutz Wohlrab Medizin. Er fotografierte und schrieb Gedichte. 1985 wurde er wegen “Verunglimpfung staatlicher [&#8230;]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Bernhardt wurde am 22. Januar 1961 in Greifswald geboren und studierte dort gemeinsam mit Lutz Wohlrab Medizin. Er fotografierte und schrieb Gedichte. 1985 wurde er wegen “Verunglimpfung staatlicher [&#8230;]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Comment on Martin Bernhardt by Elke Erb über Martin Bernhardt &#124; pomlit.de</title>
		<link>http://mailartists.wordpress.com/2007/09/29/martin-bernhardt/comment-page-1/#comment-3019</link>
		<dc:creator><![CDATA[Elke Erb über Martin Bernhardt &#124; pomlit.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 May 2013 21:24:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[&#8230;] Biografie Martin Bernhardt im Mail Artists Index: [&#8230;]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Biografie Martin Bernhardt im Mail Artists Index: [&#8230;]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Comment on Albrecht/d. by Rainer Wieczorek</title>
		<link>http://mailartists.wordpress.com/2011/01/08/albrecht-d/comment-page-1/#comment-2961</link>
		<dc:creator><![CDATA[Rainer Wieczorek]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 May 2013 23:25:18 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Beisetzung 
Albrecht/d.
21.4.1944 Nordhausen
12.2.2013 Stuttgart
Montag,13.05.2013 um 13.30 Uhr 
auf dem Pragfriedhof in Stuttgart.

Wir haben Babette Dieterich - sie ist eine ausgebildete Sängerin, 
Multitalent und Tochter von Freunden von Albrecht/d. - 
gebeten die Transformationssutra zu rezidieren, 
Joachim und Annikki Siener]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Beisetzung<br />
Albrecht/d.<br />
21.4.1944 Nordhausen<br />
12.2.2013 Stuttgart<br />
Montag,13.05.2013 um 13.30 Uhr<br />
auf dem Pragfriedhof in Stuttgart.</p>
<p>Wir haben Babette Dieterich &#8211; sie ist eine ausgebildete Sängerin,<br />
Multitalent und Tochter von Freunden von Albrecht/d. &#8211;<br />
gebeten die Transformationssutra zu rezidieren,<br />
Joachim und Annikki Siener</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Comment on Albrecht/d. by Rainer Wieczorek</title>
		<link>http://mailartists.wordpress.com/2011/01/08/albrecht-d/comment-page-1/#comment-2955</link>
		<dc:creator><![CDATA[Rainer Wieczorek]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 May 2013 00:10:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://mailartists.wordpress.com/?p=1888#comment-2955</guid>
		<description><![CDATA[An das Mail Art Netzwerk, an die Fluxusgemeinde
Unser Künstlerkollege albrecht/d. ist gestorben. Er wurde am 12.2.2013 Tod in seiner Wohnung in Stuttgart aufgefunden. Dieser Tag gilt als sein Todestag. Tausend Tränen auf  unseren Künstlerkollegen albrecht/d.. Lebe wohl.

„Albrecht/d.
8. January 2011 by Mail Artists&#039; Index  kopiert
Leben und Arbeit/biography
Albrecht/d. wurde 1944 in Nordhausen geboren. Im nahegelegenen Ellrich ging er noch zur Schule, als seine Mutter 1955 die DDR verließ. 1958 folgte er ihr nach Stuttgart und erlebte dies als Exil.
1966 führte er erste Aktionen/Happenings in der Öffentlichkeit durch. Er lernte Wolf Vostell kennen. Bereits ein Jahr zuvor zerschnitt er seine abstrakten Kunstwerke in postkartengroße Stücke und versandte sie an Freunde. Seither beschäftigt er sich mit Correspondence Art/Mail Art.
1968 gründete er die Reflection Press und die flug/flux-Blattzeitung. Zwischen 1967 und 1972 organisierte er Fluxus-Konzerte und nahm auch an anderen Aufführungen teil. 1974 war er an der legendären Ausstellung ART INTO SOCIETY/SOCIETY INTO ART in London beteiligt, wo ein spontanes Konzert mit Joseph Beuys enstand.
Kompositionen und musikalische Darbietungen sind ein wesentlicher Bestandteil seines Werkes. Sein Künstlername spielt auf Albrecht Dürer an, dessen bekanntes Initial er sich schon in der 2. Klasse auf ein Lineal zeichnete. Zu seinem 33. Geburtstag (1977) zeigte die Staatsgalerie Stuttgart 111 seiner Postkarten. 1978 beauftragte ihn Radio Bremen mit einer Komposition. Albrecht/d. liebt immer noch Schnapszahlen und lebt weiterhin in Stuttgart.
Projekte/Projects:
1977 Bundeskartenschau zur Bundesgartenschau in Stuttgart (in Kooperation mit Angelika Schmidt und Jürgen Elsässer) „

Von: &quot;Rainer Wieczorek&quot; 
An: …...
Betreff: Albrecht/d.
Datum: Mon, 29 Apr 2013 15:12:55 +0200
 
Liebe Frau Annikki und Joachim Siener, die Email mette aarre ist die vom Ottmar Bergmann, seine Lebensgefährtin heißt Mette Aarre und ist Dänin. Ottmar weiß sicherlich einiges zu Berichten und könnte sicherlich den ein oder anderen Kontakt, reaktivieren. Die Telefonnummer aus Deutschland von Ottmar Bergmann lautet:
00.........
 
Lieber Ottmar, unser Künstlerfreund Albrecht/d. ist gestorben. 21.4.1944-12.2.2013. Albrecht wurde am 12. Februar tot in seiner Wohnung aufgefunden. Jetzt im Mai soll eine Urnenbeisetzung in Stuttgart stattfinden. Benachrichtige Bitte diejenigen wo Du annehmen kannst, das sie Albrecht/d. kennen. Das Ehepaar Siener sind Freunde aus den 60er Jahren. Falls Du Anrufen möchtest trotz knappster Mittel 0711 87 25 88, hier mußt Du sicherlich noch die Ländervorwahl zutun.
 
Herzlich an alle WR

Lieber Herr Rainer Wieczorek,
 
in Eile zuerst eine ganz kurze Rückmeldung und vielen Dank für die Benachrichtung von H. Ottmar Bergmann. Den Termin für die Urnenbeisetzung von Albrecht/d. haben wir leider noch nicht ganz sicher. (Evtl. wird es der 13.5.13 sein?)
 
Mit freundlichem Gruß
 
Annikki und Joachim Siener
…...

Liebe Freundinnen und Freunde von Albrecht d,
Raine Wieczorek hat mir die traurige Nachricht vom Tode von Albrecht/d. heute 
ueberbracht. Wir sind eine &quot;austerbende Rasse&quot; und je aelter man wird, um so 
mehr muss man den Verlust von Freunden und Lieben ertragen, bis es einen selbst 
erwischt. Man wird so immer einsamer im Alter. Mette Aarre hat andere 
Erlebnisse und Beziehungen zu Albrecht/d. als ich. Sie hat 1975 einen Call fuer 
&quot;Non Profit-Art&quot; als Schriftfuehererin und Maedchen fuer Alles der Ubbeboda-
Group ausgeschrieben, der sehr erfolgreich war. Damals sehr beruehmte 
Kuenstlerinnen und Kuenstler haben Mail Art geschickt. Darunter auch Albrecht/
d. Durch einen faschistischen Uebergriff - so ewas gibt es auch in Schweden - 
wurde diese internationale Gruppe mitten in der Pampa von Schweden zerstoert. 
Mette gewann zwar alle Prozesse und der Buergermeister von Osby musste gehen. 
Aber es war kein Haus fuer die Gruppe mehr da (urspruenglich das Schulgebaeude, 
das Harry Martinson, spaeterer Literaturnobelpreistraeger, als Kind zeitweise 
besuchte). Das ist der Grund, dass Mette die Einsendungen dem damaligen 
Galeristen Jean Sellem uebergab, der ein Fluxus-Archiv aufbaute. Arm waren 
damals alle und so ist es verstaendlich aber nicht verzeihlich, dass er um 
Lebenshaltungskosten zu erlangen, die Arbeiten der beruehmtesten Kuentler/Innen 
verscheuerte und in alle Welt verstreute. Also: Ausser Erinnerungen nichts 
geblieben. Deshalb korrespondierte ich vor ca. 3-4 Jahren mit Albrecht d, der 
uns dann noch 2 mal hier anrief: er wollte, konnte aber nicht helfen. 
Meine Beziehung zu ihm war anderer Art; ich sammelte seine Postkarten Anfang 
der 70iger Jahre, als ich Rechtsanwalt war. Wir korrespondierten und wollten 
uns in Stuttgart treffen. Da ich ein bisschen Geld und Moeglichkeiten zur 
Nutzung einer Offset-Presse hatte, wollte ich etwas von ihm drucken lassen. 
Das gelang nicht, weil er an der angegebenen Adresse unauffindbar war, vorher 
wohl Hals ueber Kopf ausziehen musste und dabei sein Archiv irgendwie unter 
ging. Als sog. Linksanwalt arbeitete ich zeitweise im Buero von Ra Dr. Klaus 
Croissant und zu dieser Zeit versuchte ich Albrecht d ausfindig zu machen. 
Welche Schwierigkeiten er hatte, weiss ich nicht, aber selbst Wendelin 
Niedlich konnte mir nicht weiter helfen. Erst Rainer Wieczorek konnte den 
Kontakt nach Jahrzehnten wieder herstellen. Er sagte mir am Telefon, dass er 
sich wegen Stuttgart 21 politisch engagiere und das dass seine Zeit 
beanspruche. Die Postkartendrucke von Albrecht/d. habe ich Rainer geschenkt. Es 
waere schoen, wenn man etwas von ihm sammeln und veroeffentlichen koennte. 
Ich gruesse Sie herzlich Ottmar Bergmann

30.4.2013, 12,42

Liebe Annikki Siener,
heute habe ich mit Mette Aarre nochmals ueber Albrech/d gesprochen. Es steht 
wohl fest, dass er nicht nach Schweden zur Ubbeboda Group angereist kam, doch 
er schickte eine groessere Menge seiner Arbeiten. Sie schaetzt ein, dass Jean 
Sellem und auch seine geschiedene Frau seine Sachen nicht verkaufen konnten, 
sie diese also noch besitzen. Tatsaechlich haben sie bei ihrer Scheidung so 
getan, als seien die Arbeiten des Calls etc. Geschenke fuer sie selber gewesen. 
Was unter den damaligen Umstaenden Unsinn war. Der Gedanke war, ein Archiv zu 
bilden, das in niemandens Eigentum war. Denk bitte daran, dass das Hippiezeiten 
waren und man grundsaetzlich anders dachte. Tatsaechlich haben die &quot;ihr 
Eigentum&quot; bei der Scheidung geteilt. Im Internet (Google) findet Ihr etwas 
ueber Jean Sellem und ueber die Ubbeboda-Group. In der dicken Doku ueber die 
Ubbeboda Group will ich recherchieen, ob von Albrecht /d etwas abgebildet ist. 
Im Telephongespraech mit Albrecht/d war es praktisch nicht moeglich, zu 
erfahren, was er an eigenen Arbeiten, Drucken etc. noch besass, archiviert 
hatte und was bei dem oder den Umzug/Zuegen verloren ging. Er sprach von einem 
Keller, allerdings auch davon, dass bei seinem Umzug aus der Innenstadt - 
also der Adresse, unter der ich ihn damals suchte - seine Sachen verloren 
gegangen seien. Vielleicht findet man noch etwas und man kann mit Hilfe von 
Rainer Wieczorek eine Ehrenausstellung machen oder in eine solche in eine andere 
Mail Art-Ausstellung einbeziehen. Sollte ein Archiv da sein, koennte man dieses 
Klaus Staeck von der Akademie der Kuenste in Berlin anbieten. Diesen Gedanken 
sollte man nicht gleich aufgeben. es kommt natuerlich darauf an, was noch da 
ist. 
Schoen, dass Ihr Euch um unseren Kuenstlerfreund kuemmert. Ich gruesse Dich 
herzlich Ottmar Bergmann

30.4.2013, 7,18
Lieber Rainer,
 
hast Du jetzt erst davon erfahren? Das ist ja sehr traurig.
Ich hatte seit längerem keinen Kontakt mit Albrecht d. war aber in den 70ern-80ern - reflexion-press- rege in Kontakt.
War er schon länger krank?  oder ...?
Beste Grüße
Klaus
 
 
Dr. Klaus Groh, …..

30.4.2013, 8,22
Hallo Rainer,
 
vielen Dank für diese Benachrichtigung, ich habe vor ein paar Wochen noch mit albrecht/d. gemeinsam gearbeitet, er klang in den letzten Telefonaten „down“ und erschöpft. 
Mit dem baldigen Ableben rechnet man da aber nicht. Nun kannte ich auch nicht sein Krankheitsbild, ich bin ja eine ganze Generation später, über Erkrankung sprachen wir nicht. 
 
Ich habe hier noch mehrere Arbeiten von ihm ,die vermutlich seine letzten Entstandenen Arbeiten sind, kurz vor dem Tod hat er auch noch eine Special Edition einer Doppel-LP für meine Frau, Inyrdisc/Kanada, gestaltet, jedes Exemplar nummeriert, signiert und als Unikat gearbeitet. 
 
Er dürfte noch Exemplare stehen haben, die mit ihm gemeinsame entstandenen Werke albrecht/D. &amp; Kommissar Hjuler werden jetzt in Berlin /Flensburg ausgestellt, BROTKATZE Collaborations IV, 4.-17. Mai 2013, Kunststueck Berlin und STATT!garten Flensburg. 
 
Wenn diese Arbeiten für eine Ausstellung zu albrecht/d. von Interesse sein sollten, kann ich sie zur Verfügung stellen.
 
Ich nehme sie aus dem Verkauf, sie waren ursprünglich zum Verkauf gedacht, aber die verkaufe ich jetzt nicht mehr. 
 
Die Ausstellung Brotkatze Collaboration IV beinhaltet auch schon Arbeiten mit Christine Tarantino (USA), die vor kurzem verstorben ist, die jetzt auch nicht mehr zum Verkauf stehen. 
 
Das ist immer wieder heftig, zu hören, dass ein Künstler stirbt, irgendwann ist man selbst an der Reihe. 
 
Vielen Dank für Deine Bemühungen,
 
Kommissar Hjuler, …...

2.Mai 2013 
Liebe Frau Annikki und Joachim Siener, Lieber Ottmar, Lieber Klaus , Lieber Hjuler

 Am 29.4.2013 erfuhr ich vom Tode des Albrecht/d.von den Eheleuten Annikki und Joachim Siener und habe sogleich einige Mail Art Kollegen angeschrieben die oft auch der Fluxusgemeinde angehören. Ich kannte Albrecht/d. nur über längere telefonisch geführte Gespräche. Ich hatte damals im Jahre 2009 den Mail Art – Call „Demokratie, aber Wie?“ ausgerufen und über irgendeine Dokumentation bin ich an die Adresse von Albrecht/d. in Stuttgart-Bad Cannstatt geraten. Er rief damals in der zweiten hälfte aus 2009 bei mir an und war überrascht das da mal wieder ein politischer Wind im Netzwerk blies. Er beteiligte sich an diesem Call mit zwei Arbeiten  in der Technik Kopie/Schrift/Stempel im A4 Format und einer Collage in gleicher Größe. Es lag noch ein etwa A5 großes Kunstbuch bei. 
Ihm gefielen meine Zeichnungen, die ja ein wesentlicher Bestandteil meines Mail Art – Ausdrucks sind. Er plante ein umfangreicheres Din A 5 Heft, einfarbig farbig zu drucken. Die Technik war mir unbekannt. Er wollte Texte liefern und ich sollte Zeichnungen dazu anfertigen.  
Zum nächsten Call „Sklaverei und sklavische Tendenzen im Heute„ schickte er mir Schwarz/Weiß Kopien und Soldaten waren da die Sklaven.
Wir sprachen noch mal über das geplante Heft. Dann wollte ich erinnern und er hatte gar keine Zeit, weil da war die Weserburg gekommen und wollte aus seinem Oeuvre kaufen. Nur Albrecht/d. hatte vieles ungeordnet, Namen und Daten fehlten zu den Exponaten und Dokumenten. Da war plötzlich sehr viel Arbeit zu leisten. Er beschwerte sich bei der Gelegenheit über den Geiz der Weserburg und die magere Hilfe die ihm gegeben wurde bei der Aufarbeitung von allem Dokumentarischen was er da hatte.
Wir haben so etwa vier, fünf mal gut eine Stunde am Telefon geredet. Das letzte mal noch darüber das er mir Mail Art noch schicken wird zum Call „Widerständigkeit als Pflicht“ als eine Hommage auf Georg Büchner. Am Anfang diesen Jahres habe ich zweimal auf seinen Anrufbeantworter gesprochen und dann rief mich zunächst Herr Siener an, aber es blieb nur ein Rudiment von Telefonnummer auf dem Anrufbeantworter hängen. Wer könnte das sein?
Und dann am Montag dem 29. April 2013 war mir alles klar, das Albrecht/d. Verstorben war. Dies teilte mir Annikki Siener mit. Wir unterhielten uns ein wenig über Albrecht und verblieben das ich Kontakte herzustellen versuche und das tat ich sogleich nachdem Telefongespräch.
In der Zwischenzeit habe ich die Postkarten gefunden von denen Ottmar in seiner Email sprach. 
Es sind 11 Karten, A5, „Reflection Press“ und eine die er mit H.H.R. Decker gestaltete. Dann ist da noch eine Karte A5 aus Hattingen von der „Edition S Press“ .
Die anderen Karten (Jeweils einmal in meinem Besitz) hat er  Aufgelegt für: 
G. J. De Rook, Dietrich Fricker, W. Feelisch, Wil Frenken, Horst Tress, Raoul Hausmann, Nina (8 jähriges Mädchen aus Berlin),
Heinz H. R. Decker, K. Friedman, Yoshio Nakajima und vier Karten, sowie ein 12 blättriges Heftchen von Ben Vautier.
Dann sind da noch drei Karten ohne Namen und die eine davon als Klappkarte.
Und noch vier Karten ohne Quellen Nachweis, vom Material her gesehen dazugehörig, Wahrscheinlich, auf zweien davon steht „Dialog“ werner f. Bonin. 
Diese kleinen Bestände werde ich der noch zu Gründenden Stiftung „KUNSTdemokratie“ überlassen. Meine gesamte Mail Art – Sammlung/Archiv wird der „KUNSTdemokratie“ überlassen. Und einiges mehr.
Ich werde Deiner Beisetzung nicht beiwohnen können lieber Albrecht. Ich werde ein wenig Schweigen am Tag Deiner Beisetzung. In den Himmel schauen, hinter den Wolken mir das Universum vorstellen. Denn hier wird unser aller Staub eines Tages wirbeln und Neues ergeben. Physiker bezeichnen uns als Atome, denn die sollen niemals vergehen. Es bleibt ein Glauben, eine Hypothese, eine Annahme das es eine Ewigkeit gibt. Denn Ewig, das ist Ewig und die Menschheit lebt da ein Stück hinein. Welche Zeit darin, da habe ich Hoffnung auf relativ viel, doch ist der „Egoismus„ Einzelner Menschen zu Vernichtend das da ein langes Menschheitsleben in wirklicher Aussicht bestände.
Lieber Albrecht, eins, zwei, drei Gedenkrahmen werde ich, vielleicht wird es noch ein wir, Dir zu Ehren gestaltet. Somit wird die Hommage für Georg Büchner auch eine für Dich.

Herzliche Grüße an euch alle
 Rainer Wieczorek
Ich denke das der Adressen und Email Austausch in Ordnung geht.
Es wäre noch zu Überlegen diese gesamte Korrespondenz der Weserburg zu schicken?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>An das Mail Art Netzwerk, an die Fluxusgemeinde<br />
Unser Künstlerkollege albrecht/d. ist gestorben. Er wurde am 12.2.2013 Tod in seiner Wohnung in Stuttgart aufgefunden. Dieser Tag gilt als sein Todestag. Tausend Tränen auf  unseren Künstlerkollegen albrecht/d.. Lebe wohl.</p>
<p>„Albrecht/d.<br />
8. January 2011 by Mail Artists&#8217; Index  kopiert<br />
Leben und Arbeit/biography<br />
Albrecht/d. wurde 1944 in Nordhausen geboren. Im nahegelegenen Ellrich ging er noch zur Schule, als seine Mutter 1955 die DDR verließ. 1958 folgte er ihr nach Stuttgart und erlebte dies als Exil.<br />
1966 führte er erste Aktionen/Happenings in der Öffentlichkeit durch. Er lernte Wolf Vostell kennen. Bereits ein Jahr zuvor zerschnitt er seine abstrakten Kunstwerke in postkartengroße Stücke und versandte sie an Freunde. Seither beschäftigt er sich mit Correspondence Art/Mail Art.<br />
1968 gründete er die Reflection Press und die flug/flux-Blattzeitung. Zwischen 1967 und 1972 organisierte er Fluxus-Konzerte und nahm auch an anderen Aufführungen teil. 1974 war er an der legendären Ausstellung ART INTO SOCIETY/SOCIETY INTO ART in London beteiligt, wo ein spontanes Konzert mit Joseph Beuys enstand.<br />
Kompositionen und musikalische Darbietungen sind ein wesentlicher Bestandteil seines Werkes. Sein Künstlername spielt auf Albrecht Dürer an, dessen bekanntes Initial er sich schon in der 2. Klasse auf ein Lineal zeichnete. Zu seinem 33. Geburtstag (1977) zeigte die Staatsgalerie Stuttgart 111 seiner Postkarten. 1978 beauftragte ihn Radio Bremen mit einer Komposition. Albrecht/d. liebt immer noch Schnapszahlen und lebt weiterhin in Stuttgart.<br />
Projekte/Projects:<br />
1977 Bundeskartenschau zur Bundesgartenschau in Stuttgart (in Kooperation mit Angelika Schmidt und Jürgen Elsässer) „</p>
<p>Von: &#8220;Rainer Wieczorek&#8221;<br />
An: …&#8230;<br />
Betreff: Albrecht/d.<br />
Datum: Mon, 29 Apr 2013 15:12:55 +0200<br />
 <br />
Liebe Frau Annikki und Joachim Siener, die Email mette aarre ist die vom Ottmar Bergmann, seine Lebensgefährtin heißt Mette Aarre und ist Dänin. Ottmar weiß sicherlich einiges zu Berichten und könnte sicherlich den ein oder anderen Kontakt, reaktivieren. Die Telefonnummer aus Deutschland von Ottmar Bergmann lautet:<br />
00&#8230;&#8230;&#8230;<br />
 <br />
Lieber Ottmar, unser Künstlerfreund Albrecht/d. ist gestorben. 21.4.1944-12.2.2013. Albrecht wurde am 12. Februar tot in seiner Wohnung aufgefunden. Jetzt im Mai soll eine Urnenbeisetzung in Stuttgart stattfinden. Benachrichtige Bitte diejenigen wo Du annehmen kannst, das sie Albrecht/d. kennen. Das Ehepaar Siener sind Freunde aus den 60er Jahren. Falls Du Anrufen möchtest trotz knappster Mittel 0711 87 25 88, hier mußt Du sicherlich noch die Ländervorwahl zutun.<br />
 <br />
Herzlich an alle WR</p>
<p>Lieber Herr Rainer Wieczorek,<br />
 <br />
in Eile zuerst eine ganz kurze Rückmeldung und vielen Dank für die Benachrichtung von H. Ottmar Bergmann. Den Termin für die Urnenbeisetzung von Albrecht/d. haben wir leider noch nicht ganz sicher. (Evtl. wird es der 13.5.13 sein?)<br />
 <br />
Mit freundlichem Gruß<br />
 <br />
Annikki und Joachim Siener<br />
…&#8230;</p>
<p>Liebe Freundinnen und Freunde von Albrecht d,<br />
Raine Wieczorek hat mir die traurige Nachricht vom Tode von Albrecht/d. heute<br />
ueberbracht. Wir sind eine &#8220;austerbende Rasse&#8221; und je aelter man wird, um so<br />
mehr muss man den Verlust von Freunden und Lieben ertragen, bis es einen selbst<br />
erwischt. Man wird so immer einsamer im Alter. Mette Aarre hat andere<br />
Erlebnisse und Beziehungen zu Albrecht/d. als ich. Sie hat 1975 einen Call fuer<br />
&#8220;Non Profit-Art&#8221; als Schriftfuehererin und Maedchen fuer Alles der Ubbeboda-<br />
Group ausgeschrieben, der sehr erfolgreich war. Damals sehr beruehmte<br />
Kuenstlerinnen und Kuenstler haben Mail Art geschickt. Darunter auch Albrecht/<br />
d. Durch einen faschistischen Uebergriff &#8211; so ewas gibt es auch in Schweden &#8211;<br />
wurde diese internationale Gruppe mitten in der Pampa von Schweden zerstoert.<br />
Mette gewann zwar alle Prozesse und der Buergermeister von Osby musste gehen.<br />
Aber es war kein Haus fuer die Gruppe mehr da (urspruenglich das Schulgebaeude,<br />
das Harry Martinson, spaeterer Literaturnobelpreistraeger, als Kind zeitweise<br />
besuchte). Das ist der Grund, dass Mette die Einsendungen dem damaligen<br />
Galeristen Jean Sellem uebergab, der ein Fluxus-Archiv aufbaute. Arm waren<br />
damals alle und so ist es verstaendlich aber nicht verzeihlich, dass er um<br />
Lebenshaltungskosten zu erlangen, die Arbeiten der beruehmtesten Kuentler/Innen<br />
verscheuerte und in alle Welt verstreute. Also: Ausser Erinnerungen nichts<br />
geblieben. Deshalb korrespondierte ich vor ca. 3-4 Jahren mit Albrecht d, der<br />
uns dann noch 2 mal hier anrief: er wollte, konnte aber nicht helfen.<br />
Meine Beziehung zu ihm war anderer Art; ich sammelte seine Postkarten Anfang<br />
der 70iger Jahre, als ich Rechtsanwalt war. Wir korrespondierten und wollten<br />
uns in Stuttgart treffen. Da ich ein bisschen Geld und Moeglichkeiten zur<br />
Nutzung einer Offset-Presse hatte, wollte ich etwas von ihm drucken lassen.<br />
Das gelang nicht, weil er an der angegebenen Adresse unauffindbar war, vorher<br />
wohl Hals ueber Kopf ausziehen musste und dabei sein Archiv irgendwie unter<br />
ging. Als sog. Linksanwalt arbeitete ich zeitweise im Buero von Ra Dr. Klaus<br />
Croissant und zu dieser Zeit versuchte ich Albrecht d ausfindig zu machen.<br />
Welche Schwierigkeiten er hatte, weiss ich nicht, aber selbst Wendelin<br />
Niedlich konnte mir nicht weiter helfen. Erst Rainer Wieczorek konnte den<br />
Kontakt nach Jahrzehnten wieder herstellen. Er sagte mir am Telefon, dass er<br />
sich wegen Stuttgart 21 politisch engagiere und das dass seine Zeit<br />
beanspruche. Die Postkartendrucke von Albrecht/d. habe ich Rainer geschenkt. Es<br />
waere schoen, wenn man etwas von ihm sammeln und veroeffentlichen koennte.<br />
Ich gruesse Sie herzlich Ottmar Bergmann</p>
<p>30.4.2013, 12,42</p>
<p>Liebe Annikki Siener,<br />
heute habe ich mit Mette Aarre nochmals ueber Albrech/d gesprochen. Es steht<br />
wohl fest, dass er nicht nach Schweden zur Ubbeboda Group angereist kam, doch<br />
er schickte eine groessere Menge seiner Arbeiten. Sie schaetzt ein, dass Jean<br />
Sellem und auch seine geschiedene Frau seine Sachen nicht verkaufen konnten,<br />
sie diese also noch besitzen. Tatsaechlich haben sie bei ihrer Scheidung so<br />
getan, als seien die Arbeiten des Calls etc. Geschenke fuer sie selber gewesen.<br />
Was unter den damaligen Umstaenden Unsinn war. Der Gedanke war, ein Archiv zu<br />
bilden, das in niemandens Eigentum war. Denk bitte daran, dass das Hippiezeiten<br />
waren und man grundsaetzlich anders dachte. Tatsaechlich haben die &#8220;ihr<br />
Eigentum&#8221; bei der Scheidung geteilt. Im Internet (Google) findet Ihr etwas<br />
ueber Jean Sellem und ueber die Ubbeboda-Group. In der dicken Doku ueber die<br />
Ubbeboda Group will ich recherchieen, ob von Albrecht /d etwas abgebildet ist.<br />
Im Telephongespraech mit Albrecht/d war es praktisch nicht moeglich, zu<br />
erfahren, was er an eigenen Arbeiten, Drucken etc. noch besass, archiviert<br />
hatte und was bei dem oder den Umzug/Zuegen verloren ging. Er sprach von einem<br />
Keller, allerdings auch davon, dass bei seinem Umzug aus der Innenstadt &#8211;<br />
also der Adresse, unter der ich ihn damals suchte &#8211; seine Sachen verloren<br />
gegangen seien. Vielleicht findet man noch etwas und man kann mit Hilfe von<br />
Rainer Wieczorek eine Ehrenausstellung machen oder in eine solche in eine andere<br />
Mail Art-Ausstellung einbeziehen. Sollte ein Archiv da sein, koennte man dieses<br />
Klaus Staeck von der Akademie der Kuenste in Berlin anbieten. Diesen Gedanken<br />
sollte man nicht gleich aufgeben. es kommt natuerlich darauf an, was noch da<br />
ist.<br />
Schoen, dass Ihr Euch um unseren Kuenstlerfreund kuemmert. Ich gruesse Dich<br />
herzlich Ottmar Bergmann</p>
<p>30.4.2013, 7,18<br />
Lieber Rainer,<br />
 <br />
hast Du jetzt erst davon erfahren? Das ist ja sehr traurig.<br />
Ich hatte seit längerem keinen Kontakt mit Albrecht d. war aber in den 70ern-80ern &#8211; reflexion-press- rege in Kontakt.<br />
War er schon länger krank?  oder &#8230;?<br />
Beste Grüße<br />
Klaus<br />
 <br />
 <br />
Dr. Klaus Groh, …..</p>
<p>30.4.2013, 8,22<br />
Hallo Rainer,<br />
 <br />
vielen Dank für diese Benachrichtigung, ich habe vor ein paar Wochen noch mit albrecht/d. gemeinsam gearbeitet, er klang in den letzten Telefonaten „down“ und erschöpft.<br />
Mit dem baldigen Ableben rechnet man da aber nicht. Nun kannte ich auch nicht sein Krankheitsbild, ich bin ja eine ganze Generation später, über Erkrankung sprachen wir nicht.<br />
 <br />
Ich habe hier noch mehrere Arbeiten von ihm ,die vermutlich seine letzten Entstandenen Arbeiten sind, kurz vor dem Tod hat er auch noch eine Special Edition einer Doppel-LP für meine Frau, Inyrdisc/Kanada, gestaltet, jedes Exemplar nummeriert, signiert und als Unikat gearbeitet.<br />
 <br />
Er dürfte noch Exemplare stehen haben, die mit ihm gemeinsame entstandenen Werke albrecht/D. &amp; Kommissar Hjuler werden jetzt in Berlin /Flensburg ausgestellt, BROTKATZE Collaborations IV, 4.-17. Mai 2013, Kunststueck Berlin und STATT!garten Flensburg.<br />
 <br />
Wenn diese Arbeiten für eine Ausstellung zu albrecht/d. von Interesse sein sollten, kann ich sie zur Verfügung stellen.<br />
 <br />
Ich nehme sie aus dem Verkauf, sie waren ursprünglich zum Verkauf gedacht, aber die verkaufe ich jetzt nicht mehr.<br />
 <br />
Die Ausstellung Brotkatze Collaboration IV beinhaltet auch schon Arbeiten mit Christine Tarantino (USA), die vor kurzem verstorben ist, die jetzt auch nicht mehr zum Verkauf stehen.<br />
 <br />
Das ist immer wieder heftig, zu hören, dass ein Künstler stirbt, irgendwann ist man selbst an der Reihe.<br />
 <br />
Vielen Dank für Deine Bemühungen,<br />
 <br />
Kommissar Hjuler, …&#8230;</p>
<p>2.Mai 2013 <br />
Liebe Frau Annikki und Joachim Siener, Lieber Ottmar, Lieber Klaus , Lieber Hjuler</p>
<p> Am 29.4.2013 erfuhr ich vom Tode des Albrecht/d.von den Eheleuten Annikki und Joachim Siener und habe sogleich einige Mail Art Kollegen angeschrieben die oft auch der Fluxusgemeinde angehören. Ich kannte Albrecht/d. nur über längere telefonisch geführte Gespräche. Ich hatte damals im Jahre 2009 den Mail Art – Call „Demokratie, aber Wie?“ ausgerufen und über irgendeine Dokumentation bin ich an die Adresse von Albrecht/d. in Stuttgart-Bad Cannstatt geraten. Er rief damals in der zweiten hälfte aus 2009 bei mir an und war überrascht das da mal wieder ein politischer Wind im Netzwerk blies. Er beteiligte sich an diesem Call mit zwei Arbeiten  in der Technik Kopie/Schrift/Stempel im A4 Format und einer Collage in gleicher Größe. Es lag noch ein etwa A5 großes Kunstbuch bei.<br />
Ihm gefielen meine Zeichnungen, die ja ein wesentlicher Bestandteil meines Mail Art – Ausdrucks sind. Er plante ein umfangreicheres Din A 5 Heft, einfarbig farbig zu drucken. Die Technik war mir unbekannt. Er wollte Texte liefern und ich sollte Zeichnungen dazu anfertigen.<br />
Zum nächsten Call „Sklaverei und sklavische Tendenzen im Heute„ schickte er mir Schwarz/Weiß Kopien und Soldaten waren da die Sklaven.<br />
Wir sprachen noch mal über das geplante Heft. Dann wollte ich erinnern und er hatte gar keine Zeit, weil da war die Weserburg gekommen und wollte aus seinem Oeuvre kaufen. Nur Albrecht/d. hatte vieles ungeordnet, Namen und Daten fehlten zu den Exponaten und Dokumenten. Da war plötzlich sehr viel Arbeit zu leisten. Er beschwerte sich bei der Gelegenheit über den Geiz der Weserburg und die magere Hilfe die ihm gegeben wurde bei der Aufarbeitung von allem Dokumentarischen was er da hatte.<br />
Wir haben so etwa vier, fünf mal gut eine Stunde am Telefon geredet. Das letzte mal noch darüber das er mir Mail Art noch schicken wird zum Call „Widerständigkeit als Pflicht“ als eine Hommage auf Georg Büchner. Am Anfang diesen Jahres habe ich zweimal auf seinen Anrufbeantworter gesprochen und dann rief mich zunächst Herr Siener an, aber es blieb nur ein Rudiment von Telefonnummer auf dem Anrufbeantworter hängen. Wer könnte das sein?<br />
Und dann am Montag dem 29. April 2013 war mir alles klar, das Albrecht/d. Verstorben war. Dies teilte mir Annikki Siener mit. Wir unterhielten uns ein wenig über Albrecht und verblieben das ich Kontakte herzustellen versuche und das tat ich sogleich nachdem Telefongespräch.<br />
In der Zwischenzeit habe ich die Postkarten gefunden von denen Ottmar in seiner Email sprach.<br />
Es sind 11 Karten, A5, „Reflection Press“ und eine die er mit H.H.R. Decker gestaltete. Dann ist da noch eine Karte A5 aus Hattingen von der „Edition S Press“ .<br />
Die anderen Karten (Jeweils einmal in meinem Besitz) hat er  Aufgelegt für:<br />
G. J. De Rook, Dietrich Fricker, W. Feelisch, Wil Frenken, Horst Tress, Raoul Hausmann, Nina (8 jähriges Mädchen aus Berlin),<br />
Heinz H. R. Decker, K. Friedman, Yoshio Nakajima und vier Karten, sowie ein 12 blättriges Heftchen von Ben Vautier.<br />
Dann sind da noch drei Karten ohne Namen und die eine davon als Klappkarte.<br />
Und noch vier Karten ohne Quellen Nachweis, vom Material her gesehen dazugehörig, Wahrscheinlich, auf zweien davon steht „Dialog“ werner f. Bonin.<br />
Diese kleinen Bestände werde ich der noch zu Gründenden Stiftung „KUNSTdemokratie“ überlassen. Meine gesamte Mail Art – Sammlung/Archiv wird der „KUNSTdemokratie“ überlassen. Und einiges mehr.<br />
Ich werde Deiner Beisetzung nicht beiwohnen können lieber Albrecht. Ich werde ein wenig Schweigen am Tag Deiner Beisetzung. In den Himmel schauen, hinter den Wolken mir das Universum vorstellen. Denn hier wird unser aller Staub eines Tages wirbeln und Neues ergeben. Physiker bezeichnen uns als Atome, denn die sollen niemals vergehen. Es bleibt ein Glauben, eine Hypothese, eine Annahme das es eine Ewigkeit gibt. Denn Ewig, das ist Ewig und die Menschheit lebt da ein Stück hinein. Welche Zeit darin, da habe ich Hoffnung auf relativ viel, doch ist der „Egoismus„ Einzelner Menschen zu Vernichtend das da ein langes Menschheitsleben in wirklicher Aussicht bestände.<br />
Lieber Albrecht, eins, zwei, drei Gedenkrahmen werde ich, vielleicht wird es noch ein wir, Dir zu Ehren gestaltet. Somit wird die Hommage für Georg Büchner auch eine für Dich.</p>
<p>Herzliche Grüße an euch alle<br />
 Rainer Wieczorek<br />
Ich denke das der Adressen und Email Austausch in Ordnung geht.<br />
Es wäre noch zu Überlegen diese gesamte Korrespondenz der Weserburg zu schicken?</p>
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