Jürgen Kierspel

Leben und Arbeit/biography

Jürgen Kierspel wurde 1949 in Gundelsheim geboren. Der Mail Artist wurde mit 40 Jahren Kunstprofessor in Stuttgart.
Er studierte von 1970 bis 1972 zunächst Latein, Kunstgeschichte und Volkswirtschaft an der Universität Heidelberg und von 1972 bis 1979 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.
Von 1977 bis 1992 war er freischaffender Künstler. 1992 erfolgte seine Berufung als Professor an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. 1997 wurde er Gründungsmitglied des Stuttgarter Kunstvereins e.V.

Heute lebt er in einem alten Weinbauernhaus an der Karl-Pfaff-Straße in Degerloch.


Jürgen Kierspel, born in 1949 in Gundelsheim, is a Mail Artist and professor for arts in Stuttgart.
He studied at the University of Heidelberg from 1970 to 1972 and from 1972 to 1979 at the National Academy for Fine Arts in Stuttgart.
From 1977 to 1992 he was a freelancing artist. In 1992 he was called professor at the National Academy for Fine Arts in Stuttgart. In 1997 he was a founding member of the Kunstverein Stuttgart e.V.

Ausgewählte Arbeiten/selected works

This slideshow requires JavaScript.

Literatur (Auswahl)/literature (selection)

Links

Author: Mail Artists' Index

Mail Artists' Index Biographies, works and links concerning important Mail Artists. – Biografien, Arbeiten und Links bedeutender Mail Art Künstler. Mail Art | Mail Artists | Postkunst

2 thoughts on “Jürgen Kierspel”

  1. Eines Sptnachmittages im Winter. Im Winter in Heidelberg. Da stand ein ALDI an der Strae, da standen Einkaufswagen, da standen viele Menschen und vier Trten, die im Prinzip oder doch oder ja oder warum ins Kino gehen wollten, aber es ist so schn im Einkaufswagen durch einen Supermarkt zu fahren, der durch seine Einrichtung – schlicht und einfach, versifft und grell, schon ein Kunstwerk fr sich ist. Diese Prekariatsmalls geben sich sehr bersichtlich und sind auch fr ganz Doofe eingngig konzipiert – erst kommt das Brot, dann die Sigkeiten, dann der Schabau. Und Jgermeister war damals noch keine Kultmarke fr neurotische Mittelklasseyuppies, sondern ein schmierig ses Gesff, das nach mehreren Schlucken in rekordverdchtiger Geschwindigkeit mitten ins Hirn knallte – krawumm – so kreisten die vier Jgermeisterlein (lange bevor Campino berhaupt daran dachte, dass Jger nicht nur schieen, sondern auch herummeistern knnen) nach wahrscheinlich drei-vier Runden durch dieses spacy ALDI so rappelvoll, dass man sie aus dem gastlichen Bunker ungndig herauskomplementierte. Sie lagen dann vor der Tr, vor der ekligen Glasfassade und fhlten sehr selig die Englein im Himmel, wie sie um sie herumschwebten. Aber ehe sie sich versahen, kam tattata die Schmier und ab gings in die Erleuchtungszellen des Heidelberger Regiogeheimdienstes. Nur einer – ein knuffiger, grantliger Schlacks mit Teufelbrille – schien so desastrs neben der Kapp zu sein, dass man ihn in die Turboladerabteilung eines Siechenhaus transportierte. Da lag er nun, verschlaucht, geschlaucht, gestaucht, zu vill geraucht und drmmelte ziemlich viele Jgerseelen in den ther dieser gemeinen Gesundheitsfalle.
    Dann. Abrupt erwacht, ri er sich das angsteinflende Plastikgewirr aus den Venen und machte schleunigst die Biege in den grau aufbrechenden Tag, um nicht zu sagen: es war alles bekotzt. Glcklich entkommen zu sein, machte er sich flugs auf den Weg, den gestrigen Tag zu suchen, fand ihn aber nicht, wie konnte er auch, denn irgendwie war ihm seine Identitt abhanden gekommen. Malheur, malheur, schwr so schwr. Do you remember, woast noch, Bazi?
    Und viel spter in einem Arztstuhl irgendwo im heimeligen Neckartal vollbrachte einer dieser Jagerobermeistergilde die unselige Tat, einem liebreizenden, aber oftmals nervigen und krperlich anstrengenden weiblichen Wesen einen Zahn herauszuhauen, unabsichtlich natrlich, wie das so in einem Arztstuhl immer ist.
    Und das war ich – das Leben ist schwer, heiter ist die Kunst, das treibt ihn heute noch um, auch wenn er jetzt vllig durchgeknallt digital geworden ist, kein Wunder, nach dreiig Jahren Werbung als AD und CD kann man schon ein wenig verwirrt sein. Aber dass Du – ausgerechnet Du, Professohr fr Schrift bist, kann der Mann, der hier so vor sich hin und rumtippt nicht verstehen, war er doch der Typograf und hat er noch den Bleisatz gelernt und hat er noch die unselig schne Garamond aus dem Kopf haargenau aufzeichnen knnen – und die Gill und die Rotis und auch smtliche verwirrten Dingbats gehirnamputierter Schriftknstler.
    Aber es freut mich, den Knierspel gefunden zu haben, und ich bin nicht im Djumm oder irgendeiner anderen rauschbedingten Krankheit (brigens kenne ich einen Typ, der macht die grne Fee) und ich bin immer noch unter der etwas berholungsbedrftigen website http://www.neisserdesign.de zu sehen. Im brigen wie ist das mit einem Rundgang in Stuegart, denn wir suchen fr einen Klienten einen jungen Knstler, der nchstes Jahr ein bichen Geld bekommen kann, wenn er denn erkoren wird.
    Beste Gre aus Klle – Wolfgang
    brigens raunte vor nicht allzu langer Zeit eine Stimme durch meinen Telefonhrer “Robert ist tot”, das war der bekloppte Theo Kseknochen und Senyz August ist Medicus in Wuppertal und Kaunath hat wahrscheinlich keine Leber mehr. Aber was ist mit Pit?
    Gute Nacht, du Professohr.
    Und nix fr gut oder ungut, schlecht oder unschlecht.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s