OST/WEST – Alternativen: Joseph Beuys und die Performance- und Mail Art-Szene in der DDR

 

(Joseph Beuys: DDR-Hase, 1979)

museum FLUXUS+ in Potsdam

Atrium

11. September – 3. Oktober 2021 

Kurator: Dr. Philipp John

Eröffnung am 10. September um 19 Uhr.

Aktionsvortrag von Bazon Brock am 3. Oktober von 11-13 Uhr: Hase statt Adler – Neuentwurf eines Staatsemblems – zum Tag der Deutschen Einheit

Der Eintritt in das Atrium ist frei.

Mail Art war in der DDR eine Möglichkeit, abseits des staatlich gelenkten und kontrollierten Kulturbetriebs kritische Inhalte auszutauschen und internationale Netzwerke zu knüpfen. Manche Postkarten waren unmittelbare Provokation, andere nahmen auf humorvolle Weise alltägliche Schikanen ins Visier, wie die Postkontrolle. Für einige Beteiligte wurde es aber ernst: Wegen “illegaler Kontaktaufnahme” wurden die Mail Artisten Rainer Luck und Jürgen Gottschalk 1984 zu Gefängnisstrafen verurteilt. 

Im Zentrum der Mail Art-Bewegung der DDR stand seit den 1970er Jahren der Berliner Künstler Robert Rehfeldt, der die ersten Mail Art-Ausstellungen  organisierte. Die Beuysrezeption spielte dabei eine wichtige Rolle. Der Heidelberger Künstler und Verleger Klaus Staeck, der viele Multiples von Beuys edierte, organisierte über seinen Bruder Rolf aus Bitterfeld die DDR-Produkte, mit denen Beuys seinen Werkkomplex “Wirtschaftswerte” realisierte. 

Das museum FLUXUS+ untersucht die Antworten der Mail Art- und Performance-Szene der DDR auf die Kunst von Joseph Beuys. Jenseits bloßer Nachahmung von westlicher Aktionskunst, entwickelte sich auch in der DDR eine in Idealen und Formen autonome Kunst. 

Künstler: 
Guillermo Deisler, Martina & Steffen Giersch, Jürgen GottschalkJoseph W. HuberBirger JeschRainer LuckOskar ManigkWolfgang PetrovskyRobert Rehfeldt, Karla Sachse, Rolf StaeckJoachim StangeLutz WierszbowskiFriedrich Winnes, Lutz WohlrabRuth Wolf-Rehfeldt, Autoperforationsartisten, Lutz Dammbeck, Gruppe 37,2 (Hartwig Ebersbach, Hans-Joachim Schulze), Stefan Kayser, Erhard Monden, César Olhagaray, Karla Woisnitza u.a.

museum FLUXUS+, Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam

Mi. – So.  13:00 -18:00 Uhr

Einen ausführlichen Text gibt es in der Pressemitteilung als pdf vom 24.08.2021

Einladungsflyer als pdf

Mehr Informationen hier.

Der Katalog ist bereits erschienen, mehr siehe hier.

Karim Saab in der Märkischen Allgemeinen vom 10.09.2021. Pdf hier.

RICHARD RABENSAAT in Potsdamer Neueste Nachrichten vom 13.09.2021.

Link zum Super-8-Film Die Revolution sind wir (1986/87) von Martin Bernhardt und Lutz Wohlrab. Der Titel bezieht sich auf die gleichnamige Postkarte von Joseph Beuys.

Ruth Wolf-Rehfeldt – Briefwechsel

August 20th – September 4th, 2021
Opening on occasion of INDEX SUNDAY OPEN
Festival “Mies In Mind”

Special opening hours 20th, 21st August until 20:00
Sunday 22nd until 18:00

(Ruth Wolf-Rehfeldt: Zum Gedenken an Paula Modersohn-Becker, 1976)

The gallery is pleased to take part in the “Mies In Mind” initiative, organized by INDEX Berlin and the Neue Nationalgalerie, an initiative in which Berlin art galleries are invited to commemorate the much anticipated reopening of the Museum after a long restoration period.

For this occasion, we present an exhibition bringing together two oil paintings by Ruth Wolf-Rehfeldt, titled Zum Gedenken an Paula Modersohn-Becker, painted on masonite in 1976, and Rilkeporträt, oil on board from 1978.

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ChertLüdde Gallery
Ritterstr. 2a
10969 Berlin

Opening times: Tuesday – Saturday, 12:00 to 18:00