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Hans Heß

Leben und Arbeit/biography

Hans Heß wurde am 31. Januar 1951 in Annaberg-Buchholz geboren. Nach einer Lehre als Stahlreliefgraveur absolvierte er von 1972 bis 1974 ein Abendstudium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, Außenstelle Oederan. Anschließend studierte er bis 1981 Metallgestaltung an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Burg Giebichenstein in Halle. Seit 1982 lebte er in Schwarzenberg im Erzgebirge.

Seit Ende der 1970er Jahre war er in der Mail Art aktiv, angeregt durch einen Essay über Robert Rehfeldt von Joachim Walther. Durch die Lektüre neugierig gemacht, schrieb er Rehfeldt an und bekam so Zugang zum Netzwerk. Er pflegte Freundschaften zu Carlfriedrich Claus und Guillermo Deisler und initiierte später eine Vielzahl eigener Projekte, das erste 1990.

Von 1991 bis 1994 machte er eine Ausbildung zum Ergotherapeuten und arbeitete danach halbtags in diesem Beruf. Dort entwickelte er im Austausch mit Patienten einer Psychotherapeutischen Klinik neue Sichtweisen auf künstlerische Prozesse. In Zusammenarbeit mit der Edition Ljub und auch mit Francis Van Maele entstanden Künstlerbücher.

Am 10. Februar 2019 ist er in Schwarzenberg verstorben.

Mail Art Schaffen

Hans Heß hat von Anfang an künstlerisches Tun als Tun für jemanden, oder besser: mit jemandem verstanden. Das heißt, Kunst war für ihn nie die Herstellung eines auratischen Objekts, sondern das Verwirklichen kommunikativer Beziehungen. Sei es die Beziehung zwischen Künstler und Betrachter, der aktiv mit dem Bildobjekt umgeht und es reflektierend vervollständigt, oder eine Beziehung, die selbst die Trennung noch aufhebt und in der (an die Mail Art anknüpfend) jeder Beteiligte Künstler und Betrachter, Sender und Empfänger gleichermaßen ist.” (Brigitta Milde, aus Hans Heß: Mail Art, Bücher, Zeichenfelder, Annaberger Kunst- und Kulturverein e.V. (Hrsg.); Gellert-Museum, Hainichen 2013)

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Hans Heß was born in Annaberg-Buchholz on January, 31, 1951. After an apprenticeship as steel-relief engraver he attended evening courses at the College of Fine Arts in Dresden, branch Oederan, from 1973 to 1976. Subsequently, he studied metal design at the School of Industrial Design Burg Giebichenstein in Halle until 1981. Since 1982 he has been living in Schwarzenberg in Erzgebirge.

Since the late 1970s he has been active in the Mail Art movement, of which he had heard from the essay on Robert Rehfeldt written by Joachim Walther. Curios after reading about him, he wrote to Rehfeldt and thereby gained access to the network. He initiated a number of projects, the first one in 1990.

From 1991 to 1994 he was trained as an occupational therapist and has since worked in this profession.

He died on February, 10, 2019 in Schwarzenberg.

Projekte/Projects:

  • 1992 Alphabetprojekt
  • 1996 Herbarium
  • 2002 Art Match-Boxes

Ausgewählte Arbeiten/selected works


(1987)

(1992)

(1993)

Literatur (Auswahl)/literature (selection)

  • Milde, Brigitta: Hans Heß – Was ist Mail-Art? In: Chemnitzer Kunstverein (Hg.): Kunstzeitschrift Laterne, Heft 4/2003, Chemnitz 2003, S. 4–7.
  • Schüller, Andreas: Laternegespräch mit Hans Hess. In: Chemnitzer Kunstverein (Hg.): Kunstzeitschrift Laterne, Heft 4/2003, Chemnitz 2003, S. 34.
  • Hans Heß. Mail Art, Bücher, Zeichenfelder, Annaberger Kunst- und Kulturverein e.V. (Hrsg.); Gellert-Museum, Hainichen 2013.
  • Matthias Zwarg: Ein letzter Brief. In Freie Presse, 15.02.2019.

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