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In der Kunst der DDR ist Ruth Wolf-Rehfeldt eine singuläre Erscheinung. Außer ihr hat sich niemand intensiv mit Schreibmaschinengrafik beschäftigt. Doch auch in der internationalen Szene der Konkreten und Visuellen Poeten hat sie sich einen Namen gemacht, ihr Werk wird weltweit gesammelt. Ruth Wolf wurde 1932 in Wurzen geboren. Anfang der 1970er Jahre begann sie ihre typischen Schreibmaschinengrafiken (Typewritings) zu entwickeln und sich am internationalen Netzwerk der Mail Art zu beteiligen. Ihre Gedichte zeigte sie keinem. 1975 wurde sie in den Verband bildender Künstler der DDR aufgenommen. Nach einer regen Ausstellungstätigkeit stellte sie 1990 ihre künstlerische Arbeit ein. Mit der Retrospektive zu ihrem 80. Geburtstag leitete das Studienzentrum für Künstlerpublikationen an der Weserburg in Bremen eine Neubewertung ihres Schaffens ein. Ruth Wolf-Rehfeldt lebt in Berlin und wird von der Chert Gallery vertreten.

In the art of the GDR, Ruth Wolf-Rehfeldt was a singular phenomenon. Apart from her, no one has ever dealt with type writer graphics. She has also made a name for herself in the international scene of Concrete and Visual Poets, her work is being collected worldwide. Ruth Wolf was born in 1932 in Wurzen. In the beginning of the 1970s she started to develop her typical typewritings and to participate in the international network of mail art. Her poems showed her no one. In 1975 she became member of the Association of Fine Artists of the GDR. After a lively exhibition activity she stopped her artwork in 1990. With the retrospective on her 80th birthday, the Studienzentrum für Künstlerpublikationen at the Weserburg in Bremen initiated a re-evaluation of her work. Ruth Wolf-Rehfeldt lives in Berlin.

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80 Seiten mit 57 Typewritings und 46 Gedichten

Festeinband, Format: 21,6 x 15,3 cm, 12 €

ISBN: 978-3-9814296-7-1

weitere Informationen:

http://wohlrab-verlag.de/buecher_rwrehfeldt_schriftstuecke.php

Buchpremiere am 9.12. um 19 Uhr in der Galerie F 92,

Fehrbelliner Str. 92, 10119 Berlin

Rezension

von Elke Erb im Poetenladen (9.11.16)

Birger Jesch hat eine Mail Art-Kettenreaktion initiiert, die jetzt in Leipzig Station macht. “Stille Post” wird am 23. September um 19 Uhr in der Alten Handelsschule, Gießerstraße 75, in 04229 Leipzig eröffnet. Die Arbeitsgruppe Bildtransformation Mitteldeutschland lädt dazu herzlich ein.stillepost-mail-flyer-leipzig

Oskar Manigk zeigt Bilder und Objekte aus den 1980er Jahren unter dem Motto “Es war einmal” vom 24. Juli bis 27. August 2016 in der Galerie Mutare, Giesebrechtstraße 12, 10629 Berlin-Charlottenburg

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Eröffnung am 24. Juli um 17 Uhr durch Christoph Tannert.
Galerie Mutare

Neue Postkarten von Oskar Manigk finden Sie hier.

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(c) Detlev Pusch

Diese Ausstellung beleuchtet das vielseitige Schaffen von kritischen und nicht-staatstragenden Künstlern in der DDR. In unterschiedlichen Sparten (Malerei, Skulptur, Installation, Fotografie, Plakat und Buchobjekt) wird die Wechselwirkung zwischen „Geist“ (künstlerischer Freiheit) und „Macht“ (repressivem Regime) aufgespürt und gezeigt, wie unterschiedlich Künstler aus der DDR ihrer eigenen Haltung und System-Absage im künstlerischen Werk Ausdruck gaben. Auch wenn Mail Art nicht gezeigt wird, sind drei ihrer wichtigsten Künstler vertreten: Oskar Manigk, Ruth Wolf-Rehfeldt und Robert Rehfeldt.

Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin

16. Juli – 26. September 2016

Öffnungszeiten: Mi bis Mo 10 – 19 Uhr

www.gropiusbau.de

Fotos aus dieser Ausstellung sind hier.

 

Absage – Ansage

Systemunabhängige künstlerische Positionen in den letzten Jahren der DDR

Diesem Thema widmet das Künstlerhaus Plüschow eine weitere Ausstellung. In den achtziger Jahren war vielen Künstlerinnen und Künstlern nicht mehr an einem Konsens mit den sozialistischen Verhältnissen und ihren Vertretern gelegen. Sie wandten sich von jeder Art staatlicher Reglementierung ab und erweiterten die Freiräume. So arbeiteten sie auch mit Dichtern und Fotografen, mit Bands und Verlegern zusammen.

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Künstlerhaus Plüschow, Am Park 6, 23936 Plüschow

http://www.plueschow.de (mit Fotos aus der Ausstellung)

03. Juli – 14. August 2016

Öffnungszeiten: Di bis So 11 – 17 Uhr

Eröffnung der Ausstellung am 02.07.2016 um 17.00 Uhr.

 

 

Ruth Wolf-Rehfeldt
Signs Fiction
Art Basel Feature
Booth n. T1- Halle 2.1

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For this year’s Art Basel Feature, Chert is proud to present the artist Ruth Wolf-Rehfeldt, born in Wurzen, Saxony, in 1932. In 1950, she moved to Berlin, where she still lives today.

The solo presentation aims to display a comprehensive overview of her work and it is the result of a long and intense immersion into her archive. It intends to establish the importance of this unique artist, not only to the present day, but also to the precise political context and time to which she and her work belong.

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New book: Ruth Wolf-Rehfeldt Signs Fiction, published by Chert and Motto Books, 2016, with a text by Zanna Gilbert, edited by Jennifer Chert, designed by Till Gathmann.

Please find more info here.

 

In the thirtieth anniversary of the Decentralized Congress (1986-2016), to put back in circle a hidden wealth of concrete” materials and experiences and to not content ourselves with the great virtual emporium of culture made accessible by the Internetyou are invited to revisit and animate your own archive, making it available to others and seeking new forms of meeting andcollaboration with the most diverse collectionsin order to promote a year of archives in motion.

Ultimi giorni utili per partecipare al progetto di mail art in tributo a Piermario Ciani:

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PIERMAR10
arti e identità in movimento
ricordando Piermario Ciani
(1951-2006)

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Congresso Mondiale Decentralizzato M.Y.A. 2016 (Move Your Archives)

Sterpo (Via Piave) – Bertiolo (UD) – 12 giugno 2016 – ingresso libero

Invito:  Nel trentennale dei Congressi Decentralizzati e nel decennale dalla scomparsa dell’artista, editore e networker friulano Piermario Ciani (1951-2006), sei invitato a selezionare dal tuo archivio un lavoro di Piermario (originale o in edizione) e a creare quindi una tua opera, installazione o performance ispirata a questo lavoro, per condividerla in occasione del Congresso Mondiale Decentralizzato archiv10 MOBileche si terrà domenica 12 giugno 2016 a Sterpo di Bertiolo (Udine). L’incontro, curato da Vittore Baroni, Emanuela Biancuzzi e Gabriella Cecotti, comprenderà un laboratorio aperto legato al lavoro di catalogazione dell’archivio Ciani (in prospettiva di renderlo quanto prima fruibile al pubblico) e inoltre tavola rotonda, azioni, installazioni e sonorizzazioni “en plain air” nella cittadina friulana da dove Piermario ha lanciato per decenni i suoi coinvolgenti progetti artistici senza frontiere (Mind Invaders, TRAX, Stickerman, Luther Blissett, F.U.N., ecc.).

Potrai portare direttamente il tuo contributo a Sterpo di Bertiolo domenica 12 giugno, comunicando in anticipo la tua partecipazione al progetto e la natura e durata dell’intervento proposto a vittorebaroni@alice.it.  Se non potrai essere presente all’evento, sei invitato in alternativa a far pervenire entro il 31 maggio 2016 il tuo lavoro (in qualsiasi tecnica, formato massimo Uni A3) a:

Vittore Baroni, Via C. Battisti 339, 55049 Viareggio, LU. I contributi inviati non verranno restituiti, ma saranno inclusi nell’archivio Piermario Ciani. Una documentazione cartacea del Congresso verrà inviata a tutti i partecipanti.

http://dododada.ning.com/group/mya2016


Gruppenausstellung: Annemirl Bauer, Theo Boettger, Conny Bosch, Manfred Butzmann, Lutz Dammbeck, Sylvie Eyberg, Pit L. Grosse, Klaus Killisch, Kalle Laar, Roland Nicolaus, Marcel Odenbach, Robert Rehfeldt, Karla Woisnitza

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Was Anfang des 20. Jahrhunderts noch Verblüffung und Befremden hervorrief und den Aufbruch in eine schöpferische Moderne kennzeichnete, hat sich heute – 100 Jahre später – als Sampling, Recycling, Morphing oder Remix  längst konventionalisiert und birgt die Gefahr unendlicher, beliebiger und manipulativer Prozesse durch die grenzenlose Verfügbarkeit medialer Codes. Doch das assoziative Verknüpfen divergierender und als unvereinbar angenommener Teile und Bereiche unserer Existenz eröffnet nach wie vor neue Sehweisen und lässt die Montage als künstlerisches Prinzip mit den ihm innewohnenden gesellschaftskritischen aber auch utopischen Potential aktueller denn je erscheinen.

Die Ausstellung Auf Montage! versammelt künstlerische Positionen, die sich in den vergangenen 30 Jahren bis heute der Technik der Montage im weitesten Sinne bedien(t)en, zeitkritische Bezüge herstellen und uns Fragmente unserer Geschichte und Lebenswelt neu und anders erzählt vor Augen führen. Die Mail Art wird exemplarisch durch Robert Rehfeldt und Pit L. Grosse vertreten.

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Ausstellung vom 11. Mai bis 26. Juni 2016

Eröffnung am 10. Mai 2016 um 19 Uhr

Galerie Pankow: Breite Straße 8, 13187 Berlin

Öffnungszeiten: Di – Fr 12 – 20 Uhr Sa+So 14 – 20 Uhr

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Weitere Informationen.

Weitere Fotos.

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