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KW Institute for Contemporary Art
KUNST-WERKE BERLIN e. V.
Auguststraße 69
10117 Berlin

22. Juni – 1. September 2019

Eröffnung: 21. Juni 2019 um 19 Uhr
Mr. Peanut (Vincent Trasov) descends steps of Vancouver Court House (1974)

Image Bank wurde 1970 von Michael Morris (geboren 1942), Vincent Trasov (geboren 1947) und Gary Lee-Nova (geboren 1943) in Vancouver (CA) ins Leben gerufen. Als Modell für ein utopisch-alternatives Distributionssystem für Kunst außerhalb des institutionellen Radars von Museum und Markt initiierte Image Bank von Vancouver aus einen elf Jahre währenden, internationalen Austausch von Bildern und Korrespondenzen auf postalischem Weg, oft mit fließenden Grenzen zur konkreten Poesie. Zu den regelmäßigen Kollaborateur*innen des stetig wachsenden Netzwerks zählten neben Morris, Trasov und Lee-Nova u.a. Dana Atchley, Robert Cumming, Dick Higgins, Geoff Hendricks, Willoughby Sharp, General Idea und Ant Farm. Image Bank stand in engem Austausch mit anderen Mail Art-Kollektiven wie Ray Johnsons New York Correspondence School oder Robert Filliou und seiner Eternal Network-Idee. Die Appropriation und Umschreibung von Bild- und Sprachproduktionen aus Mainstream-Medien und oft wechselnde, Duchamp’sche, genderübergreifende Pseudonyme, die beteiligte Künstler*innen zirkulieren ließen, waren subversive Äußerungen zu Nachkriegs-Individualismus und -Konsumkultur und partizipierten an einem Moment beschleunigten Informations- und Datenaustauschs. Sie validierten zugleich die mythologisch-libidinale Kraft banalster, massenweise distribuierter Bildwelten und Wortspiele. Das Interesse an der Idee des Fetischs, das Image Bank mit General Idea in Toronto teilte, sowie am Ritual und Archiv, bestimmte die mannigfachen Tätigkeiten des Netzwerks bis zu seiner Umbenennung in Trasov/Morris-Archiv im Jahr 1977 aufgrund eines Copyright-Streits.

Kurator*innen: Krist Gruijthuijsen, Maxine Kopsa, Scott Watson und Kathrin Bentele

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Mehr Informationen

in english

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transmitting photographs from mail art to social networks

San Francisco Museum of Modern Art

March 30–August 4, 2019

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The exhibition snap+share gives visitors a new way to visualize — and experience — how photographs have become so ubiquitous in our daily lives. Whether through early examples of 1960s and ’70s mail art, physical piles of pictures uploaded to the Internet over a 24-hour period, or a working refrigerator that allows participatory meme-making, visitors can trace the evolution of sharing photographs.

Spanning the history of mail art to social networks, the show presents a variety of artists working in various media, from framed paper-based art to immersive installations. Some of these artists include On Kawara (picture), Ray Johnson, Moyra Davey, Joseph Beuys, Corinne Vionnet, Endre Tót and David Horvitz. Exploring how networks are created through the act of sending images out into the world, this exhibition reveals just how those networks have changed in the age of the Internet.

More information:

https://www.sfmoma.org/exhibition/snap/

Pushing the Envelope: Mail Art from the Archives of American Art

Der Salon Berlin des Museums Frieder Burda zeigt Arbeiten von JR, Adrian Piper und Ray Johnson.

In der Ausstellung JR – Adrian Piper – Ray Johnson sind die Besucherinnen und Besucher nicht nur Rezipient*innen, sie übernehmen eine aktive Rolle in der Verwirklichung einiger der gezeigten Werke. Als dritte Position werden zahlreiche Collagen des Pop-Art-Vorläufers Ray Johnson (1927–1995) gezeigt. Der Künstler, der keine große Begeisterung für Institutionen und ihre Bedingungen für das Ausstellen von Kunst aufbringen konnte, begann Ende der 50er Jahre damit, seine Collagen per Post an Freunde und Bekannte zu verschicken und wurde so zu einem Mitbegründer der Mail Art. Nach dem Motto, dass etwas nur real ist insofern es mit anderen in Korrespondenz tritt, begann er später die Empfänger seiner Arbeiten in den künstlerischen Entstehungsprozess einzubeziehen. Seine Sendungen enthielten nun den Verweis „Please Add To and Return to Ray Johnson“. Aus dem so entstandenen Netzwerk formierte sich ab 1962 die informelle Künstlergruppe New York Correspondence School.

Im Salon Berlin bietet sich nun die Möglichkeit, das Erbe der New York Correspondence Schoolfortzusetzen: Am Eingang liegen Kopien der „Please add to and Return“-Vorlagen bereit, die mitgenommen und bearbeitet werden können um dann an das Museum Frieder Burda zurückgeschickt zu werden. Die Ergebnisse sind in der Galerie www.friezeny.com einsehbar.

Ausstellungsdauer: 25. April bis 5. August 2019

Öffnungszeiten:
Donnerstag bis Samstag, 12 – 18 Uhr

Museum Frieder Burda I Salon Berlin
Auguststraße 11–13
10117 Berlin
www.museum-frieder-burda.de

Berliner Morgenpost vom 15.05.2019

Der Deutschlandfunk sendet am 31.05.2019 um 20.10 Uhr das Feature:

Ostdeutsche Leben (4/4)

Ruth, Robert, René – eine Künstlerfamilie in Ostberlin

Von Ulrike Bajohr
René Rehfeldt und Ruth Wolf-Rehfeldt bei einer Ausstellungseröffnung im Kunsthaus Freyer 2017 (Foto: Lutz Wohlrab)
Hier kann man die Sendung hören:

https://www.deutschlandfunk.de

Frequezen (z.B. Berlin 97.7 (UKW)):

https://www.deutschlandfunk.de

„Alles Jetzt! Zwischen Aufbruch und Umbruch.

Künstlerische Perspektiven aus Dresden zwischen 45 und 89“

Vom 6.4. bis 11. 5.2019

jesch_collage_dresden2019

Gezeigt werden Arbeiten von Inge Thiess-Böttner, Lutz Fleischer, Wilhelm Rudolph
Götz Schlötke, A.R. Penck, Christine Schlegel, Otto Griebel, Birger Jesch (Abb.), den Autoperforationsartisten u.a.

Die künstlerisch-dokumentarische Ausstellung wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm aus Lesungen, Konzerten und Filmvorführungen sowie Vorträgen, Gesprächen und einem Stadtrundgang begleitet.

Hole of Fame e.V.

Königsbrücker Straße 39

01099 Dresden

https://www.holeoffame.de/veranstaltungen/vernissage-alles-jetzt-2019

Zum 30. Mauerfall-Jubiläum erscheint im Wohlrab-Verlag eine Edition von 10 Postkarten, die meist nur in Kleinauflage entstanden waren und/oder nicht mehr erhältlich sind. Die ausgewählten Motive stammen von Guillermo DeislerLutz WierszbowskiJoseph W. HuberSteffen GierschJürgen GottschalkBirger Jesch (Abbildung hier), Ruth Wolf-RehfeldtHelmut ZielkeLutz Wohlrab und Robert Rehfeldt.

Mehr Informationen hier.

Katalog anlässlich der gleichnamigen Ausstellung aus der Sammlung Kelter im Staatlichen Museum Schwerin, 22. Oktober 2017 bis 13. Januar 2018

Catalogue on the occasion of the exhibition of the same title of works from the Kelter Collection at the Staatliches Museum Schwerin, October 22, 2017 – January 13, 2018

In Zusammenarbeit mit/In cooperation with Verlag Lutz Wohlrab Berlin

Herausgegeben von/Edited by Deborah Bürgel.

48 Seiten mit durchgehend farbigen Abbildungen/full colour illustrations
Text in Deutsch und Englisch/text in German and English

Broschur, 21 x 14,8 cm, 6,95 € plus postage

More information here

Für nichts und gegen nichts gingen an einem Samstag im Oktober 2017 zahlreiche Menschen zusammen mit dem ungarischen Künstler Endre Tót (geboren 1937 in Sümeg, lebt seit 1980 in Köln) im mecklenburgischen Schwerin auf die Straße. Die Teilnehmer seiner Zero-Demo zogen mit Bannern voller Nullen friedlich und schweigend durch die Innenstadt. Eines der Transparente wurde anschließend wieder dorthin verbracht, von wo es genommen wurde: in das Staatliche Museum Schwerin. In diesem besonderen Augenblick verbanden sich Kunst und Leben, Ausstellung und Demonstration.

Der Katalog dokumentiert die Schweriner Ausstellung und gibt einen Überblick über Endre Tóts Zero-Arbeiten aus mehreren Jahrzehnten, die sämtlich um das Nichts kreisen.

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For nothing and against nothing, together with the Hungarian artist Endre Tót (born in 1937 in Sümeg, has lived in Cologne since 1980) numerous people took to the streets of Schwerin one Saturday in October 2017. Carrying banners full of zeros, the participants in the Zero-Demo walked peacefully and silently through the city centre. Finally, one of the large banners was brought back to where it came from: the Staatliches Museum Schwerin. In this extraordinary moment, art and life, exhibition and demonstration were united.

The catalogue documents the Schwerin exhibition and provides an overview of Endre Tót’s Zero works from several decades, on which he has been consistently working since the early 1970s.

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