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Schablonen in der Galerie mutare Berlin


Oskar Manigk, Der Filmkuss, Pochoir, Acryl/Plexiglas 2020 (Ausschnitt)

OSKAR MANIGK  (Hinterplexiglasmalerei)

CARO STARK  (Skulptur)

Galerie mutare
Giesebrechtstrasse 12

10629 Berlin-Charlottenburg

www.galeriemutare.de

10. Juli bis 14. August 2021
Öffnungszeiten: Mi – Fr 14 – 19 Uhr, Sa 11 – 15 Uhr

Eröffnung am 9. Juli um 19 Uhr.

Zur Ausstellung erscheint eine Broschüre.

Caution: Artists!

Textbotschaften in der Kunst – Text messages in art

(César Figueiredo)

Kunsttempel Kassel

17. Juni – 18. Juli 2021

Öffnungszeiten: Do, 17. Juni, sowie Fr., Sa. und So., 16 – 19 Uhr

Es erscheinen ein Katalog und eine Edition.

Die von Jürgen O. Olbrich kuratierte Ausstellung vereint erstmals in dieser Form poetisch-prägnante Sprachbotschaften bildender Künstler, die als Teil ihres künstlerischen Werkes entstanden sind. Sprache, Texte, Worte, Buchstaben sind Baumaterial für visuell-textuelle Mitteilungen: Wichtig ist in diesen Werken die poetische Information (Idee und Konzept), nicht die Materialität. Die Information selbst wirkt und öffnet einen individuellen Denkraum.

Der Kunsttempel zeigt Textbotschaften von international renommierten Künstlerinnen und Künstlern aus den letzten 25 Jahren. Und weil Sprache sich immer selbst vervielfältigt, zeigt die Ausstellung konsequent nur Kunstwerke, die in Auflage erschienen sind: Editionen, Multiples, Give-aways, Flaggen, Buttons, Postkarten, Poster, Schilder, T-Shirts, Seifen, Visitenkarten, Skulpturen etc. Alles kann Botschaften transportieren!

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:

Eric Anderson, Arno Arts, AY-O, Ralph Bageritz, Hanna Bayer, Thomas Behrendt/Angelika Heidenescher, Vittore Baroni, Bernhard Johannes Blume, Monica Bonvicini, George Brecht, John Cage, Jon Campbell, David Dellafiora, Cesar Figueiredo, Robert Filliou, Thorsten Fuhrmann, Felix Gonzalez-Torres, Dan Graham, Elke Grundmann, Wolfgang Hainke, Jenny Holzer, James Joyce, Donald Judd, Kain Karawahn, Allan Kaprow, Roberto Keppler, Norbert Klassen, Barbara Krueger, Urs Lüthi, Oskar Manigk, Jonathan Meese, Bruce Nauman, Barnett Newman, Olaf Nicolai, Jürgen O. Olbrich, Yoko Ono, Nam June Paik, Ben Patterson, Stephen Perkins, Adrian Piper, Ralph Samens, Kurt Schwitters, David Shrigley, Chuck Stake, Rod Summers, André Thomkins, Endre Tót, Rosemarie Trockel, Timm Ulrichs, Ben Vautier, Franz Erhard Walther, Lawrence Weiner, Wim Wenders, Emmett Williams u.a.

Weitere Informationen hier.

Let’s see if…

Experimental Poetry and Mail Art in Mallorca

Pep Canyelles, Jaume Pinya, Horacio Sapere, Crit, 1981.

Es Baluard Foundation

Plaza Porta de Santa Catalina 10, Palma 07012

21st May 2021 → 22nd August 2021

During the nineteen-seventies artistic practices in Mallorca went through major changes at all levels. The visual arts made numerous contributions to artistic movements through their actions and works. Art collectives, occasional collaborations, and individual initiatives manifested a desire for a radical change in the traditional behaviors of the predemocratic society.

Artists from the Balearic Islands took part in fights for the protection of the territory and protest actions in various areas of the official culture. They used the artistic languages ​​of the avantgarde that were emerging in Mallorca. Performances, happenings, poetic actions, experimental poetry, manifestos, publications, author editions, theater, music or Mail Art played a prominent role during the Transition. The 1970s were a creative cry for art and the lives of a generation of artists willing to change the perception and ways of seeing art.

The artists Pep Canyelles, Jaume Pinya and Horacio Sapere recovered the documentation they kept in the drawers and corners of their workshops, to create a documentary corpus that explains ten years of work and relationships and is now deposited in Es Baluard Museum. The archive, called “Risk and Rupture 1973-1983”, contains more than a thousand documents belonging to 196 authors from different geographies. Authors from East Germany, Federal Germany, England, Argentina, Belgium, Brazil, Canada, Denmark, Spain, the United States, France, Holland, Hungary, Italy, the former Yugoslavia, New Caledonia, Poland, Uruguay, Venezuela and Chile, make up an exceptional archival collection.

Felipe Boso, Guillermo Deisler, Joan Brossa, Isidoro Valcárcel Medina, José Luis Mata, Leonhard Frank Duch, Clemente Padín, Ruth Wolf Rehfeldt, Bartomeu Ferrando, Graciela Gutiérrez Marx, J. M Calleja, Edgardo A. Vigo, to name a few, are part of the extensive list of authors who accompany a generation of local artists who had the ability to transform the art scene of Mallorca.

More information.

Vortrag zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys

von Lutz Wohlrab

Joseph Beuys und die Mail Art in der DDR 

am 12. Mai 2021 um 19 Uhr im

museum FLUXUS+, Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam

Eintritt frei, Anmeldung notwendig! Es findet eine Videoaufzeichnung statt, die später veröffentlicht wird.

In Vorbereitung auf die Ausstellung

OST/WEST – Alternativen: Joseph Beuys und die Performance- und Mail Art-Szene in der DDR 

11. September – 3. Oktober 2021 

Mail Art war in der DDR eine Möglichkeit, abseits des staatlich gelenkten und kontrollierten Kulturbetriebs kritische Inhalte zu auszutauschen und Netzwerke zu knüpfen. Manche Postkarten waren unmittelbare Provokation, andere nahmen auf humorvolle Weise alltägliche Schikanen ins Visier, wie die Postkontrolle. Für einige Beteiligte wurde es aber ernst: Wegen “illegaler Kontaktaufnahme” wurden die Mail Artisten Rainer Luck und Jürgen Gottschalk 1984 zu Gefängnisstrafen verurteilt. 

Im Zentrum der Mail Art-Bewegung der DDR stand seit den 1970er Jahren der Berliner Künstler Robert Rehfeldt, der erste Mail Art-Ausstellungen  organisierte. Die Beuysrezeption spielte dabei eine wichtige Rolle. Der Heidelberger Künstler und Verleger Klaus Staeck, der viele Multiples von Beuys edierte, organisierte über seinen Bruder Rolf aus Bitterfeld die DDR-Produkte, mit denen Beuys seinen Werkkomplex “Wirtschaftswerte” realisierte. 

Das museum FLUXUS+ untersucht die Antworten der Mail Art- und Performance-Szene der DDR auf die Kunst von Joseph Beuys. Jenseits bloßer Nachahmung von westlicher Aktionskunst, entwickelte sich auch in der DDR eine in Idealen und Formen autonome Kunst. 

museum FLUXUS+, Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam

https://www.fluxus-plus.de/vorschau.html

Der Katalog ist bereits erschienen, siehe hier.



KUNSTPAVILLON HERINGSDORF

(Lutz Wohlrab: 2 x Konrad 2008) 

Der Begriff Pochoir stammt aus Frankreich, wo der Schablonendruck seit Mitte des 19. Jahrhunderts zur Kolorierung von Bildern beim Buchdruck verwendet wurde. Heute werden Pochoirs vor allem in der Street Art-Szene verwendet. Ihr bekanntester unbekannter Vertreter ist Banksy. Denn es wird nach wie vor gerätselt, wer sich hinter dem Pseudonym verbirgt. 

Oskar Manigk hat schon immer gern Schablonen für seine Bilder verwendet. Neuerdings trägt er seine Pochoirs, wie in der Hinterglasmalerei, Schicht für Schicht auf Plexiglas auf, was den Arbeiten einen besonderen Glanz verleiht. Um die Vorlagen für seine Schablonen zu erhalten, hat sich bei ihm das alte Episkop bewährt.

Lutz Wohlrab stellt die Vorlagen für seine Pochoirs auf dem Fotokopierer her, geeignete Fotos findet er in seinem Album oder im Internet. Verschiedene Untergründe reizen zu immer neuen Zusammenstellungen der Schablonen, die so fast zu Stempeln werden.

Birger Jesch fertigte für seine Serie Vergessenheit Schablonen nach Passfotos an, die er auf Zeitungsseiten aus beiden Teilen Deutschlands auftrug. Auf DDR-Zeitungen wurden westdeutsche, auf BRD-Zeitungen ostdeutsche Porträts platziert.

Mehr Information.

Kunstpavillon HERINGSDORF

8. Mai bis 13. Juni 2021

Der Kunstpavillon ist ab dem 26. Mai 2021 wieder mittwochs bis sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Finissage: Samstag, 12. Juni 2021 | 17 Uhr geplant

Mi – So von 15 – 18 Uhr

v.l.n.r.: Birger Jesch, Lutz Wohlrab, Matthias Wegehaupt, Oskar Manigk und Jürgen Kümmel zur Finissage am 12. Juni 2021