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Comeback der Mail Art

Schreib’ mal wieder

Saskia Trebing im Monopol Magazin

Dass die Pandemie die Digitalisierung in der Kunst vorantreibt, dürfte inzwischen angekommen sein. Aber das ist nicht alles: Auch die gute alte Brief-Kunst erlebt ein überraschendes Comeback…

Foto: Courtesy David Horvitz und ChertLüdde

VERSCHWIEGENE KUNST

DIE INTERNATIONALE MODERNE IN DER DDR

Von Felice Fey

In der DDR galt die Kunst der herrschenden Partei als Waffe im Klassenkampf. Das Programm des „Sozialistischen Realismus” war institutionell verankert; die Einhaltung wurde überwacht. Aber die Kunst war älter als der Staat, und es gab Künstler und Künstlerinnen, die auf der Unabhängigkeit ihrer Arbeit bestanden. Manche waren vor 1933 ausgebildet worden, andere in den 1950er Jahren in Berlin (West). Einige wurden international wahrgenommen, viele emigrierten. In den dauernden Auseinandersetzungen um die Kunst in der DDR spiegelt sich auch das wechselhafte Verhältnis der Staatspartei zum internationalen Westen. Dieses reichte von der Verteufelung der Moderne über die sozialistische Deutung und die zögerliche Erweiterung des Kanons bis zur Aufgabe der Parteidoktrin kurz vor dem Fall der Mauer.

Das lesenswerte Buch behandelt auch die Mail Art. Einige Karten von Joseph W. Huber, Birger Jesch, Jürgen Gottschalk, Oskar Manigk, Robert Rehfeldt, Lutz Wierszbowski, Lutz Wohlrab und Ruth Wolf-Rehfeldt wurden abgebildet.

368 Seiten, 147 farbige Abbildungen, Maße: 20 x 26,6 cm, Gebunden, Deutsch

DEUTSCHER KUNSTVERLAG

ISBN-13: 9783422984332

BEUYSJAHR 2021

(Lutz Wohlrab)

Der 100. Geburtstag von Joseph Beuys wird vor allem in Nordrhein-Westfalen mit vielen Ausstellungen gefeiert. In den neuen Bundesländern plant nur das museum FLUXUS+ in Potsdam eine Ausstellung. Ihr Thema ist die Rezeption von Joseph Beuys in der Performance- und Mail Art-Szene der DDR.

Link zu allen Ausstellungen von Joseph Beuys.

Link zum Super-8-Film Die Revolution sind wir von Martin Bernhardt und Lutz Wohlrab. Er entstand 1986/87 in Ostberlin und am Greifswalder Bodden. Der Titel bezieht sich auf eine bekannte Postkarte von Joseph Beuys.


The 100th birthday of Joseph Beuys will be celebrated with many exhibitions, especially in Western Germany. In the former East only the museum FLUXUS + in Potsdam is planning an exhibition. Her topic is the reception of Joseph Beuys in the performance and mail art scene of the GDR.

Link to all Joseph Beuys exhibitions.

Link to the Super 8 film Die Revolution sind wir  (We Are Revolution) by Martin Bernhardt and Lutz Wohlrab. It was created in 1986/87 in East Berlin and on the Greifswalder Bodden. The title refers to a well-known postcard from Joseph Beuys.

The Artpool Art Research Center has moved

New address:
Artpool Art Research Center
H-1135 Budapest
Szabolcs u. 33., D ép.

We gladly announce in our novel newsletter that we have completed our relocation into our new venue in the building of the Central European Research Institute for Art History (KEMKI).

If you would like to do research at Artpool please contact us in advance at artpool@artpool.hu. We can serve researchers in our venue by prior appointment or via email depending on the current pandemic situation. 

We say farewell to our old place for 30 years on Liszt Ferenc square with the virtual tour that can be viewed at the link below:
https://artpool.hu/Panotour/index.html

Best regards,
The Artpool Team

More information here.

Ruth Wolf-Rehfeldt erhält Gerhard-Altenbourg-Preis

Die Künstlerin Ruth Wolf-Rehfeldt erhält den mit 50 000 Euro dotierten Gerhard-Altenbourg-Preis 2021 des Altenburger Lindenau-Museums. An die Künstlerin gingen 10 000 Euro, das übrige Geld werde für eine Ausstellung ihrer Werke und einen Katalog verwendet, teilte das thüringische Museum mit. Wolf-Rehfeldt wurde durch Schreibmaschinengrafiken bekannt. Sie wurde 1932 im sächsischen Wurzen geboren und lebt in Berlin. Ihr Atelier in der Mendelstraße 19 im Bezirk Pankow war ein Treffpunkt der Kunstszene der DDR. Kopien ihrer Werke kursierten als Mail Art in der ganzen Welt. Mit der Wende beendete Wolf-Rehfeldt ihre künstlerische Arbeit, weil sie dafür keinen Bedarf mehr sah, teilte das Museum in Altenburg mit.

The artist Ruth Wolf-Rehfeldt receives the Gerhard Altenbourg Prize 2021 from the Altenburg Lindenau Museum, endowed with 50,000 euros. The Thuringian Museum announced that 10,000 euros went to the artist, the rest of the money will be used for an exhibition of her works and a catalog. Wolf-Rehfeldt became known for typewriting art. She was born in Wurzen, Saxony, in 1932 and lives in Berlin. Her studio on Mendelstrasse 19 in Pankow was a meeting place for the GDR art scene. Copies of her work circulated as Mail Art all over the world. With the turnaround, Wolf-Rehfeldt ended her artistic work because she no longer saw any need for it, announced the museum in Altenburg.

Deutschlandfunk Kultur Ruth Wolf-Rehfeldt erhält Gerhard-Altenbourg-Preis

MDR 23.11.2020

Berliner Zeitung vom 26.11.2020

Freie Presse vom 8.02.2021

(Foto: Lutz Wohlrab, 2012)