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Mit diesem Buch stellt sich der Verleger als Künstler vor. In der Mail Art-Szene ist er seit langem aktiv und Postkunst ist für ihn beides: Kunst per Post und Kunst nach Kunst. Aber keine, die zeitlich nach der Kunst käme, sondern eine, die durch Begegnungen mit Künstlern angeregt wird und die das Leben interessanter macht als das pure Leben.

Lutz Wohlrab (*1959) ist seit 1985 an vielen internationalen Mail Art-Ausstellungen beteiligt. 1994 gab er das Standardwerk Mail Art-Szene DDR mit heraus. 2007 folgte dieses Mail Artisten-Lexikon.
Er arbeitet als Psychoanalytiker in Berlin.

wohlrab_postkunst

Umfang: 80 Seiten mit vielen farbigen Abbildungen
Format: 17 x 24 cm

ISBN: 978-3-9814296-9-5

Leseprobe und weitere Informationen hier.

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31. August bis 9. November 2019 in der Zionskirche Berlin

Die begehbare Installation Labystan ist ein zeitgenössischer Wandelgang durch die Geschichte der Friedlichen Revolution. Ab dem ersten Septemberwochenende können Besucher jeden Alters das Fantasieland betreten. Bizarre Maschinen und kinetische Objekte beleben den Raum, fragile Holzkonstruktionen öffnen sich zu Wunderkammern: u.a. zur konspirativen Gerüchteküche, zur Installation Fotografieren verboten, dem Interieur Underground und zu einem Überblick über die Mail Art made in GDR. Das Labyrinth wird vom Team des Künstlers Reinhard Zabka errichtet.

Eröffnung am 31. August und 1. September permanent mit Gunhild Kreuzer, Ulli Sachse, Justus Ehras, Jan Heinke, Michael von Hintzenstern, Gabi Stötzer, Klaus Liebscher, Luise Beyer Matzat, Chady Seubert, Sophie Cau, Juliane Vowinckel, Pastor Leumund, Hans Krüger, Karla Sachse, Lutz Wohlrab u.a.

(Plakatentwurf: Lutz Wohlrab)

Zur Ausstellung erscheinen 10 aktuelle Künstlerplakate.

Zionskirche auf dem

Zionskirchplatz in 10119 Berlin-Mitte

Mi bis Sa 13 – 18 Uhr

So 12 – 16 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Labystan ist Teil der Projektreihe Grenzfälle 1989_2019.

Aktuelle Infos unter: www.grenzfaelle2019.de

 

 

MAIL-ART-ARCHIV RUTH WOLF-REHFELDT

UND ROBERT REHFELDT

ARCHIV DER ANONYMEN ZEICHNER

ARCHIV DER ENTTÄUSCHTEN ERWARTUNGEN

WERKBUNDARCHIV – MUSEUM DER DINGE

 

VANESSA FARFÁN MORITZ FREI

LILIAN ROBL DANIELE SIGALOT

RUTH WOLF-REHFELDT

6. 8. – 15. 9. 2019

ERÖFFNUNG: SA 3. 8. 2019, 19 UHR

 

GALERIE WEISSER ELEFANT

D – 10117 BERLIN – AUGUSTSTRASSE 21

DI – FR 11 – 19 UHR / SA 13 – 19 UHR

Lorina Speder: Nicht Anfang und nicht Ende, taz vom 6.08.19

 

Museum der bildenden Künste Leipzig 23.07. bis 03.11.2019

Eröffnung am 22.07. um 18 Uhr

(Oskar Manigk, 1988)

Mehr als 300 Werke von 106 Künstler/-innen zeigen in der Vielzahl ihrer Handschriften, Kunstmodelle und Denkarten das Phänomen eigensinniger und von politischen Zeitrechnungen unabhängiger Kunst. Erstmals wird die unmittelbare Vorgeschichte ebenso einbezogen wie die Transformationszeit nach 1989. Die Ausstellung zeigt die bereits in den 1980er Jahren auffallenden »Risse in der Mauer» und deren Gründe, thematisiert deren unerwarteten Fall sowie die Neudefinition künstlerischen Schaffens nach 1989.

Wichtige Werke der künstlerischreflexiven Bezugnahme auf die Friedliche Revolution entstanden als Antizipation, Ahnung oder Aktion bereits im Vorfeld des Ereignisses. Andererseits konnten viele gültige künstlerische Positionen erst mit Distanz, Abstand und beobachtetem Wandel gesellschaftlicher Zusammenhänge entstehen.

»Point of No Return» präsentiert zur Veranschaulichung dieses spannungsvollen Gesamtzusammenhangs Arbeiten von ostdeutschen Künstlern aus drei Generationen, die in der DDR in unterschiedlichen Schulen, Milieus und Szenen wirkten. Dabei wird das gesamte Spektrum von staatlicherseits herausgehobenen über kritisch-loyale und nonkonforme Positionen bis hin zu offen dissidentischen Haltungen gezeigt. Es werden auch Arbeiten von Künstler/-innen vertreten sein, die zwar noch in der DDR geboren wurden, aber keine Erfahrungen mehr im sozialistischen Kunstsystem machten. Viele junge Künstler/-innen stellen sich heute ganz bewusst in den Kontext ostdeutscher Kunstproduktion und greifen Fragen von Herkunft, Tradierung von Eigensinn und Mentalität aber auch von Hegemonie und »Kolonialisierung» auf.

Die Ausstellung wird von Paul Kaiser (Direktor Dresdner Institut für Kulturstudien), Christoph Tannert (Leiter Künstlerhaus Bethanien, Berlin) und Alfred Weidinger (Direktor Museum der bildenden Künste Leipzig) kuratiert. Es erscheint ein Katalog.

Museum der bildenden Künste

Katharinenstraße 10

04109 Leipzig

www.mdbk.de

Di/Do-So 10-18 Uhr; Mi 12-20 Uhr, Feiertage 10-18 Uhr

MDR Kultur vom 22.07.19

Ingeborg Ruthe: Metaphern des Umbruchs, Frankfurter Rundschau vom 25.07.19

Christiane Meixner: Maschinenraum des Sozialismus, Tagesspiegel vom 11.08.19

KW Institute for Contemporary Art
KUNST-WERKE BERLIN e. V.
Auguststraße 69
10117 Berlin

22. Juni – 1. September 2019

Eröffnung: 21. Juni 2019 um 19 Uhr
Mr. Peanut (Vincent Trasov) descends steps of Vancouver Court House (1974)

Image Bank wurde 1970 von Michael Morris (geboren 1942), Vincent Trasov (geboren 1947) und Gary Lee-Nova (geboren 1943) in Vancouver (CA) ins Leben gerufen. Als Modell für ein utopisch-alternatives Distributionssystem für Kunst außerhalb des institutionellen Radars von Museum und Markt initiierte Image Bank von Vancouver aus einen elf Jahre währenden, internationalen Austausch von Bildern und Korrespondenzen auf postalischem Weg, oft mit fließenden Grenzen zur konkreten Poesie. Zu den regelmäßigen Kollaborateur*innen des stetig wachsenden Netzwerks zählten neben Morris, Trasov und Lee-Nova u.a. Dana Atchley, Robert Cumming, Dick Higgins, Geoff Hendricks, Willoughby Sharp, General Idea und Ant Farm. Image Bank stand in engem Austausch mit anderen Mail Art-Kollektiven wie Ray Johnsons New York Correspondence School oder Robert Filliou und seiner Eternal Network-Idee. Die Appropriation und Umschreibung von Bild- und Sprachproduktionen aus Mainstream-Medien und oft wechselnde, Duchamp’sche, genderübergreifende Pseudonyme, die beteiligte Künstler*innen zirkulieren ließen, waren subversive Äußerungen zu Nachkriegs-Individualismus und -Konsumkultur und partizipierten an einem Moment beschleunigten Informations- und Datenaustauschs. Sie validierten zugleich die mythologisch-libidinale Kraft banalster, massenweise distribuierter Bildwelten und Wortspiele. Das Interesse an der Idee des Fetischs, das Image Bank mit General Idea in Toronto teilte, sowie am Ritual und Archiv, bestimmte die mannigfachen Tätigkeiten des Netzwerks bis zu seiner Umbenennung in Trasov/Morris-Archiv im Jahr 1977 aufgrund eines Copyright-Streits.

Kurator*innen: Krist Gruijthuijsen, Maxine Kopsa, Scott Watson und Kathrin Bentele

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Mehr Informationen

in english

Tagesspiegel vom 9.07.19: Diese Nuss der ganzen Welt

transmitting photographs from mail art to social networks

San Francisco Museum of Modern Art

March 30–August 4, 2019

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The exhibition snap+share gives visitors a new way to visualize — and experience — how photographs have become so ubiquitous in our daily lives. Whether through early examples of 1960s and ’70s mail art, physical piles of pictures uploaded to the Internet over a 24-hour period, or a working refrigerator that allows participatory meme-making, visitors can trace the evolution of sharing photographs.

Spanning the history of mail art to social networks, the show presents a variety of artists working in various media, from framed paper-based art to immersive installations. Some of these artists include On Kawara (picture), Ray Johnson, Moyra Davey, Joseph Beuys, Corinne Vionnet, Endre Tót and David Horvitz. Exploring how networks are created through the act of sending images out into the world, this exhibition reveals just how those networks have changed in the age of the Internet.

More information:

https://www.sfmoma.org/exhibition/snap/

Pushing the Envelope: Mail Art from the Archives of American Art

Der Salon Berlin des Museums Frieder Burda zeigt Arbeiten von JR, Adrian Piper und Ray Johnson.

In der Ausstellung JR – Adrian Piper – Ray Johnson sind die Besucherinnen und Besucher nicht nur Rezipient*innen, sie übernehmen eine aktive Rolle in der Verwirklichung einiger der gezeigten Werke. Als dritte Position werden zahlreiche Collagen des Pop-Art-Vorläufers Ray Johnson (1927–1995) gezeigt. Der Künstler, der keine große Begeisterung für Institutionen und ihre Bedingungen für das Ausstellen von Kunst aufbringen konnte, begann Ende der 50er Jahre damit, seine Collagen per Post an Freunde und Bekannte zu verschicken und wurde so zu einem Mitbegründer der Mail Art. Nach dem Motto, dass etwas nur real ist insofern es mit anderen in Korrespondenz tritt, begann er später die Empfänger seiner Arbeiten in den künstlerischen Entstehungsprozess einzubeziehen. Seine Sendungen enthielten nun den Verweis „Please Add To and Return to Ray Johnson“. Aus dem so entstandenen Netzwerk formierte sich ab 1962 die informelle Künstlergruppe New York Correspondence School.

Im Salon Berlin bietet sich nun die Möglichkeit, das Erbe der New York Correspondence Schoolfortzusetzen: Am Eingang liegen Kopien der „Please add to and Return“-Vorlagen bereit, die mitgenommen und bearbeitet werden können um dann an das Museum Frieder Burda zurückgeschickt zu werden. Die Ergebnisse sind in der Galerie www.friezeny.com einsehbar.

Ausstellungsdauer: 25. April bis 5. August 2019

Öffnungszeiten:
Donnerstag bis Samstag, 12 – 18 Uhr

Museum Frieder Burda I Salon Berlin
Auguststraße 11–13
10117 Berlin
www.museum-frieder-burda.de

Berliner Morgenpost vom 15.05.2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Anna Banana, 2019)

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