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The Eternal Network

28 Jan – 01 Mar 2020
Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin
https://www.hkw.de/

The Eternal Network is a group exhibition about the persistence of networks, with a focus on their potentials and limits in response to current social and technological changes.

In times of environmental and political turmoil, networks have lost their mass appeal and are the subject of widespread backlash: blackouts, propaganda, hate speech, addiction, and a human desire to disintermediate from the platforms of surveillance capitalism. Still, networks are ubiquitous, and thus both the poison and cure for the act of organizing within activism and politics alike. With the now more tangible limits of networks in mind, the exhibition asks how effectively they respond to future models of sociality, technology, and politics.

Starting with the 1960s concept of “The Eternal Network” by Fluxus artist Robert Filliou, the exhibition features a reference system with three lists of terms, quotes, and visuals that highlight histories and transformations of net cultures. Through new interpretations of archival materials, a series of “Revisions” presents select net culture projects from the 1990s until today. If “The Eternal Network” notion predicted new forms of exchange in an emerging global world, the critical net cultures featured in the Revisions similarly speculated on cultural practice in relation to the emerging infrastructure of the web and society after globalization.

By connecting “The Eternal Network,” critical net cultures, and contemporary artworks, the exhibition closes the loop between the pre- and post-internet moments. With the backlash against networks in mind, it re-examines the legacies of critical net cultures, asking if and how they will continue to have an emancipatory relevance in the future.

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Networks are everywhere, whether personal or organizational, for social or business life, centralized or decentralized. Leaving behind a decade marked by a backlash against the Internet and the network society, transmediale 2020 End to End focuses on forgotten and potential futures and re-evaluates networks and their limits. European critical Internet cultures that emerged in the 1990s serve as a starting point: They consistently provided alternatives to Silicon Valley’s centralized business models and to the belief that problems can be solved quickly and easily with new technologies.

Where are the limits of Internet-based networks? Is there a conceivable counter-power power? What alternative technological models and cultural narratives are needed to construct the principles of end-to-end communication anew? These questions will be explored at HKW in talks, screenings and the month-long group exhibition The Eternal Network. It shows around 15 artistic positions that question cultural and technological networks and rethink them in relation to contemporary urgencies. The film and video day Streaming Life with short film screenings, a lecture screening, talks and a feature film introduces both artistic and documentary perspectives on the discourse about the history and future of digital and analog networks.

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Schriftenreihe des Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Band 5

Dresden, Anfang der 1980er Jahre: Mit Witz und politischem Hintersinn entwickeln junge Künstler Ideen, die auch über die DDR hinweg Resonanz finden. Doch nicht nur das – sie geraten so auch ins Visier der Stasi. Jürgen Gottschalk, einer der wichtigen Akteure der Szene, beschreibt in seinem Buch, wie die Stasi vorging, um ihn mundtot zu machen: erst Berufsverbot, dann Haft, schließlich vom Westen freigekauft. Kontrastiert werden diese Erinnerungen durch Auszüge einer Diplomarbeit »seines Stasi-Offiziers« zu dem Fall. Entstanden ist ein authentisches und persönliches Buch, das hautnah miterleben lässt, was »Zersetzung« praktisch bedeutete. Der Leser erfährt zudem, wie die Verfolgung bis in die Gegenwart nachwirkt und welche Strategien Jürgen Gottschalk nutzt, sich der Vergangenheit zu stellen. Sein Engagement in der Gedenkstätte »Bautzner Straße« und sein Wirken im Theaterstück »Meine Akte und ich« der Dresdner Bürgerbühne sind da nur zwei Beispiele.

Jürgen Gottschalk, Jahrgang 1951, eröffnete 1979 seine eigene Druckwerkstatt in Dresden. Nach Berufsverbot und Haft wurde er 1985 von der Bundesrepublik freigekauft. 1991 kehrte er nach Dresden zurück, wo er zwölf Jahre die Siebdruckwerkstatt im Kulturverein »riesa efau« in Dresden und für zwei Jahre die Grafik-Werkstatt des Landesgymnasium »St. Afra« in Meißen leitete.
Heute, als Rentner, erzählt er seine Geschichte als Zeitzeuge in Schulen oder der Dresdner Gedenkstätte auf der Bautzner Straße.

 

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E D I T I O N # 2 Jürgen O. Olbrich

Donnerstag 12. Dezember 2019, ab 19.00 Uhr

Für die zweite Ausgabe der «M.F.F. Edition» befasst sich Jürgen O. Olbrich mit dem Händeauflegen auf sowohl Körper, Schriftbild und Kopiergerät. Unter dem Titel «on fingers on» widmet er sich den Möglichkeiten des Kopierens auf Papier mit Braille-Schrift und den dabei entstehenden Schattenspuren und Entfremdungen.

Museum für Fotokopie / Makroscope

Friedrich-Ebert-Str. 48, 45468 Mülheim an der Ruhr

weitere Infos: www.makroscope.eu 

Dennis Vollmer am 

 

 

Wechselausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig

29. November 2019 bis 26. Juli 2020

Auf der Suche nach Freiräumen entwickelten Kunstschaffende, Intellektuelle, aber auch Jugendliche alternative Lebenskonzepte und Gestaltungsmöglichkeiten: Sie besetzten leerstehende Wohnungen und Fabrikgebäude, die sie als Ateliers oder Probenräume nutzten und zu selbstbestimmten Orten einer „zweiten Öffentlichkeit“ machten. So fanden zahlreiche Konzerte und Lesungen im privatem Umfeld statt, aber auch öffentliche Institutionen wie Kulturhäuser wurden „unterwandert“ und von der alternativen Szene für Ausstellungen oder Performances genutzt.

Einen Schwerpunkt der Ausstellung bilden Künstlerzeitschriften aus dem Bestand des Museums, die als „Samisdat“ im Selbstverlag jenseits der Zensurwege der DDR als Kleinstauflagen gestaltet und verteilt wurden. Künstlerische Mail Art-Projekte – Postkartenkunst als „Fenster zur Welt“ – waren ebenfalls eine Alternative zum offiziellen Kulturbetrieb mit seinen reglementierenden Vorgaben.

Beispielhaft werden anhand von Ausstellungsplakaten, Originaldokumenten und Fotografien Leipziger Orte einer selbstbestimmten „Zweiten Öffentlichkeit“ dargestellt, in denen Kulturakteure gemeinsam intermediale Projekte und Lesungen mit systemkritischen Autoren realisierten. Verschiedene musikalische Strömungen wie experimentelle Kompositionen, das Freejazz-Festival in Peitz, Straßenmusik, Punkkonzerte der Jugendsubkultur und die vielfältigen Beziehungen der Akteure zueinander ergänzen den musikalischen Aspekt von Kunst und Protest im letzten Jahrzehnt der DDR.

Deutsche Nationalbibliothek

Deutscher Platz 1

04103 Leipzig

www.dnb.de

Leipziger Internet Zeitung

Artour, das Kulturmagazin des MDR, zeigte am 28.11. einen Beitrag über Ruth Wolf-Rehfeldt, der in der Kulturzeit vom 9.01.2020 (3sat) noch einmal zu sehen war. 

Es klingt wie ein Märchen und ist doch Realität: Mit 87 Jahren erlebt eine ostdeutsche Künstlerin nach Jahrzehnten im Schatten der Kunstwelt ihren Durchbruch und wird zum gefeierten Star. 1932 in Wurzen geboren, beginnt Ruth Wolf-Rehfeldt Anfang der 1970er Jahre mit Visueller Poesie und Mail Art. In der DDR liegt sie damit jenseits der staatlichen Kunstnormen. Bis Anfang der 90er Jahre wird sie nur punktuell wahrgenommen, kommt nach der Wende auch im westdeutschen Kunstbetrieb nicht an und gibt ihre künstlerische Tätigkeit auf.

Seit sich die Galeristin Jennifer Chert für sie einsetzt und auf der Art Basel ausstellte, hat Ruth Wolf-Rehfeldt es bis zur Documenta und 2018 u.a. ins Albertinum nach Dresden geschafft.

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Oskar Manigk gehört zu den bekanntesten Künstlern Mecklenburg-Vorpommerns. Er beherrscht viele Instrumente und Tonlagen – schräge Töne inbegriffen. Das souveräne Spiel schließt allerdings auch die Gefahr der Randständigkeit und des existentiellen, von Selbstzweifeln geprägten Balanceaktes mit ein. Manigk, in der DDR ein unangepasster Künstler, malte sich ab den 1980er Jahren, abseits des parteilich und staatlich gelenkten Kultursystems, auf tausenden Papierbögen, hektisch und mit grobem Pinselstrich die gesellschaftlichen und privaten Zerwürfnisse und Spannungen von der Seele. Mit bitterem Humor, schonungslos sich selbst und seiner Umwelt gegenüber, agierte er ‚im Dunklen‘ und parallel zu den neoexpressiven Kunstbewegungen jener Zeit in beiden Teilen Deutschlands. Sein vielstimmiges Werk, welches sich bis in die Gegenwart ungebremst aus sich heraus entwickelt, fand erst im wiedervereinigten Deutschland die ihm gebührende Anerkennung.
Auf Grundlage einer erstmaligen komplexen und dekadenübergreifenden Werksichtung geht die Kunsthistorikerin Birthe Dobroczek (*1977) in ihrer Untersuchung der Frage nach, wie sich in der Malerei Oskar Manigks das Streben nach künstlerischer Freiheit stilistisch und inhaltlich manifestiert. Anhand von Schlüsselwerken und eingebettet in die soziohistorischen Fakten wird ein künstlerisches Lebenswerk nachgezeichnet, das aus innerer Notwendigkeit heraus entstand.

Broschur, 407 Seiten, 36 €

Sequenz Medien / xlibri.de Buchproduktion; Auflage: 1 (26. September 2019)

ISBN: 978-3946307181

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Zeitgleich hat der KUNSTVEREIN FÜR MECKLENBURG & VORPOMMERN IN SCHWERIN den Katalog OSKAR MANIGK. HIER + DA herausgegeben.
Mit Beiträgen von Naomi Hennig, Ulrich Rudolph und Nadine Grünewald sowie einem Interview mit dem Künstler. Er enthält zahlreiche Abbildungen und die Kurzgeschichte “Puppchen“ von Oskar Manigk.

Broschur, 96 Seiten, 18 €
ISBN: 978-3-9821380-0-8

Weitere Informationen hier.

KUNSTHALLE im E-Werk
Spieltordamm 5
D – 19055 Schwerin


									

Das ist mein Milieu– Internationales Mail Art Projekt anlässlich des 90. Todestages von Heinrich Zille

Ausstellungseröffnung am 16. November 2019 um 17 Uhr in den Kunst Etagen Pankow

Pestalozzistraße 5-8

Raum 431

13187 Berlin

Ein Projekt von Juliana Hellmundt mit 83 Teilnehmern aus 23 Ländern.

https://mailartontheway.wordpress.com

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