Leben und Arbeit/biography
Joseph Beuys wurde am 12. Mai 1921 in Krefeld geboren und ist in Kleve aufgewachsen. Von 1947–1951 studierte er an der Düsseldorfer Kunstakademie, ab 1949 als Meisterschüler von Walter Mataré. Von 1961–1972 war er ebendort als Professor tätig. Seit 1962 führte er Performances und Aktionen durch, so nahm er z.B. 1963 am “Festum Fluxorum” in Düsseldorf und an vielen Aktivitäten innerhalb der Fluxusgruppe teil. Er war regelmäßiger Teilnehmer an der documenta in Kassel. 1972 unterhielt er dort 100 Tage lang ein Büro der “Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung”. Ausgehend von dieser egalitären Utopie editierte er Multiples auch in großen Auflagen wie die berühmte Filz- und Holzpostkarte (Edition Staeck). Er beteiligte sich auch spontan an Mail Art-Projekten. 1984 setzte sich für seinen Mail-pARTner Rainer Luck in der DDR ein, als dieser wegen seines Ausreiseantrags verhaftet wurde. 1981 besuchte er – ein einziges Mal – die DDR zu seiner Ausstellungseröffnung in der Ständigen Vertretung der BRD in Ostberlin. Später wurde ihm die Einreise nicht mehr gestattet. Mit seinen “Wirtschaftswerten”, ausgewählten DDR-Produkten, die ihn über Rolf Staeck aus Bitterfeld erreichten, schuf er einen Werkkomplex, der seine Kernbegriffe “Soziale Plastik” und “Erweiterter Kunstbegriff” besonders anschaulich machte.
Joseph Beuys starb am 23. Januar 1986 an einer Lungenentzündung. Auf seinen Wunsch hin erfolgte eine Seebestattung.
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Joseph Beuys was born in Krefeld, May 12, 1921 and grew up in Kleve. From 1947 to 1951 he studied at the Academy of Arts in Düsseldorf, from 1949 on as a student of the master class of Walter Mataré. From 1961 to 1972 he even was professor in Düsseldorf. Since 1962 he had been doing performances and actions, i.e. he participated in the “Forum Fluxorum” in Düsseldorf in 1963 and did lots of activities inside the Fluxus group. He participated in the documenta on a regular basis. In 1972 he had an office of the “organisation for direct democracy via referendum” for 100 days. Starting from this egalitarian utopia he edited multiples, even in larger editions, like his felt- and wooden postcards (Edition Staeck). He spontaneously participated even in Mail Art projects. In 1984 he stood up for his Mail-pARTner Rainer Luck, who had been arrested in the former GDR for filing an application to leave the country. He visited the GDR only once in 1981 when opening his exhibition in the Permanent Representation of the FRG in East Berlin. His entrance to the GDR was later on not permitted. With his “Wirtschaftwerten” (economic values), selected products from the GDR, that were handed to him by Rolf Staeck from Bitterfeld, he did a complex of works that made his key terms “social sculpture” and “enhanced definition of arts” extremely clear.
Joseph Beuys died January 23, 1986 of a pneumonia. As he wished, he was buried at sea.
Ausgewählte Arbeiten/selected works
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(1984)
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Literatur (Auswahl)/literature (selection)
- Staeck, Klaus (Hg.): Die Sammlung Staeck: Joseph Beuys “Mit dummen Fragen fängt jede Revolution an”, Verlag Steidl, Heidelberg, Göttingen 1996.


[...] Katalogbeiträgen erschienen. Horst Tress organisierte auch Ausstellungen. 1980 zeigte er u.a. Joseph Beuys in einer Kölner Kneipe auf der Zülpicher Straße. Einen Besucheransturm verzeichnete er 1998 im [...]
[...] SOCIETY/SOCIETY INTO ART in London, where an impromptu concert with Joseph Beuys came [...]
[...] SOCIETY/SOCIETY INTO ART in London, where an impromptu concert with Joseph Beuys came [...]
[...] artists. The first wave including Dick Higgins, Vito Acconci, John Cage, Allan Kaprow, and Joseph Beuys. He differs from Higgins and members of the first generation, however, in that he is less [...]
[...] arbeitete er als Amtsrestaurator bis 2002. Er restaurierte von 1968 bis 1996 u.a. auch Werke von Joseph Beuys aus der Sammlung van der Grinten/Museum Schloß Moyland. Mail Art-Kontakte hatte er bereits seit [...]
[...] und arbeitete eng mit den Fluxus-Künstlern George Maciunas, Dick Higgins, Nam June Paik und Joseph Beuys zusammen. 1966 hatte er seine erste Einzelausstellung in New York. Er nannte sich General Manager [...]
[...] wurde und er 1984 ins Gefängnis musste, engagierte sich Beuys für ihn (siehe Abbildung bei Beuys). Nach dem Häftlingsfreikauf zog Rainer Luck 1985 nach Rosenheim/Bayern. Er arbeitete wieder als [...]
[...] zur documenta 6 (1977), 7 (1982) und 8 (1987) eingeladen. Ihn verband eine enge Freundschaft mit Joseph Beuys, dessen “Wirtschaftswerte” wiederum auf Paketsendungen ausgewählter DDR-Produkte von [...]
[...] Staeck beteiligte sich an vielen internationalen Mail Art-Projekten. Er hatte erheblichen Anteil an Beuys‘ berühmten Wirtschaftswerten. Das waren ausgewählte DDR-Produkte, die Rolf Staeck an seinen [...]